Geschäftsjahr 2025: VKB überschreitet erstmals 4 Milliarden Euro Bilanzsumme und schraubt harte Kernkapitalquote auf über 20 Prozent
Die VKB hat im Geschäftsjahr 2025 einen historischen Meilenstein erreicht: Die Bilanzsumme überschritt erstmals in der 153-jährigen Geschichte der Bank die Marke von 4 Milliarden Euro und stieg um 5,5 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds – nach drei Jahren Rezession, anhaltend hohen Energiekosten und fehlender Planbarkeit für Unternehmen – erzielte die VKB mit 37,4 Millionen Euro das dritthöchste Betriebsergebnis ihrer Geschichte. Besonders bemerkenswert: Die harte Kernkapitalquote erreichte erstmals über 20 Prozent – ein historischer Höchstwert, der die außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit der Bank unterstreicht. Im Zuge der Unternehmensstrategie 2025–2027 investiert die VKB gezielt in Modernisierung, Standorte und IT-Infrastruktur, um ihre Position als eigenständige Bank für den Mittelstand weiter auszubauen.
„Erstmals in unserer 153-jährigen Geschichte haben wir eine Bilanzsumme von 4 Milliarden Euro überschritten und gleichzeitig unsere Eigenständigkeit und Widerstandsfähigkeit mit einem historischen Höchstwert von über 20 Prozent harter Kernkapitalquote langfristig abgesichert – und das am Ende der längsten Rezession der Nachkriegszeit. Dieser erneute Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequenten Transformation der VKB zu einer Bank für den unternehmerischen und privaten Mittelstand, die wir 2023 gestartet und 2025 erfolgreich abgeschlossen haben. Nun fokussieren wir uns aus einer Position der Stärke auf die nächste Etappe unserer Weiterentwicklung und investieren gezielt in Filialen, IT und unsere Mitarbeiter. Auf dem starken Fundament unseres erfolgreichen Geschäftsmodells und unserer genossenschaftlichen Eigentumsstruktur arbeiten wir konsequent an unserem Anspruch: Wir werden die beste eigenständige Bank für den unternehmerischen und privaten Mittelstand in Österreich.“ – Markus Auer, Generaldirektor der VKB
Bilanzsumme erstmals über 4 Milliarden Euro
Der Durchbruch der 4-Milliarden-Marke ist ein deutliches Zeichen für das Vertrauen der Kunden in die VKB. Die Primäreinlagen wuchsen um 5,3 Prozent auf 3.449 Millionen Euro. Besonders dynamisch entwickelten sich Online-Sparformen (+3,3 Prozent auf 962,4 Millionen Euro), Sparbriefe (+13,8 Prozent auf 351,3 Millionen Euro) sowie Termineinlagen (+33,5 Prozent auf 318,9 Millionen Euro). Die Primärausleihungen stiegen um 1,7 Prozent auf 2.749 Millionen Euro.
Starkes Dienstleistungsergebnis kompensiert erwarteten Zinsrückgang
Der Rückgang des Zinsergebnisses war nach den Zinssenkungen der EZB absehbar. Der Nettozinsertrag reduzierte sich um 15,5 %. Gleichzeitig verbesserte die VKB ihr Dienstleistungsergebnis deutlich – von 34,8 auf 36,2 Millionen Euro. Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft stiegen um 6,8 Prozent auf 16,3 Millionen Euro.
Historische Kapitalstärke als Fundament für Eigenständigkeit und Resilienz
Die VKB hat 2025 die wichtigste Vertrauenskennzahl im Bankgeschäft enorm gestärkt: Die harte Kernkapitalquote erreichte erstmals 20,1 Prozent (Vorjahr: 17,5 Prozent), die Gesamtkapitalquote lag bei 20,7 Prozent (Vorjahr: 18,2 Prozent). Die anrechenbaren Eigenmittel betragen 480,3 Millionen Euro. „Diese Kapitalstärke sichert unsere Eigenständigkeit und Widerstandsfähigkeit und bietet ein starkes Fundament für unsere weitere Expansion“, betont Auer.
Strategie 2025–2027: Investitionen in Modernisierung und Kundenexzellenz
Mit dem Abschluss der erfolgreichen Transformation zur Bank für den unternehmerischen und privaten Mittelstand und dem erfolgreichen Wachstum nach Wien, Salzburg und in die Steiermark startete die VKB 2025 in die nächste Etappe ihrer Weiterentwicklung: die Unternehmensstrategie 2025–2027 mit Fokus auf intensive Modernisierung ihrer Prozesse, Infrastruktur und IT. Dazu stiegen die allgemeinen Verwaltungsaufwendungen auf 83,4 Millionen Euro, insbesondere durch höhere Ausgaben für IT-Entwicklungen sowie Gebäudesanierungen. Parallel lief die Stärkung des Filialnetzes: Die Traditionsfiliale Grieskirchen wurde kernsaniert, das neue rund 700 qm große VKB Kompetenzzentrum Gmunden eröffnet am 18. Mai 2026. Während der allgemeine Trend in der Rezession der Abbau von Personal war, investierte die VKB bewusst in ihre Mitarbeiter. Die Bank beschäftigt aktuell rund 650 Mitarbeiter. 2025 verstärkten Oliver Schmölzer und Alexander Novak den Vorstand. Gemeinsam mit Generaldirektor Markus Auer und Vorstandsdirektor Markus Forsthuber führen sie die VKB mit klarem Fokus auf die Vision, die beste eigenständige Bank für den unternehmerischen und privaten Mittelstand in Österreich zu werden.
VKB als Partner des Mittelstands – auch in schwierigen Zeiten
„In der längsten Rezession der Nachkriegszeit haben viele Unternehmen mit Investitionen abgewartet“, analysiert Auer. Besonders betroffen ist dabei der unternehmerische eigentümergeführte Mittelstand – die Kernzielgruppe der VKB. Hohe Energiekosten, volatile Märkte, fehlende Planungssicherheit sowie die immer noch zu langsam fortschreitenden Entbürokratisierungsmaßnahmen bremsen gerade jene Betriebe, die das Rückgrat der österreichischen Wirtschaft bilden. Die Firmenkreditnachfrage blieb 2025 unter den Erwartungen, während die VKB im Privatkundengeschäft – insbesondere bei Wohnbau-Ratenkrediten – sowie im Wertpapier- und Dienstleistungsgeschäft kräftig wuchs. „Es braucht jetzt Vertrauen und Planbarkeit, damit Betriebe wieder aktiver investieren können“, so Auer. „Es fehlt nicht am unternehmerischen Geist und Willen, die Unternehmer gewinnen zunehmend an Zuversicht und wenn es noch gelingt, die überbordenden regulatorischen und bürokratischen Rahmenbedingungen drastisch zu vereinfachen, dann erwarten wir einen richtig starken Wirtschaftsaufschwung.“
Genossenschaftliche Eigentumsstruktur als Stabilitätsanker
Die Partnerschaft mit dem Mittelstand ist tief in der DNA der VKB verankert – und in ihrer Eigentumsstruktur. Die VKB wird als Aktiengesellschaft geführt, ihre Alleinaktionärin ist die Volkskredit Verwaltungsgenossenschaft mit rund 13.000 Mitgliedern – ausschließlich Kunden und Mitarbeiter der VKB. Jedes Genossenschaftsmitglied hat genau eine Stimme. Diese Eigentumsstruktur sichert die Eigenständigkeit der VKB und prägt ihr Selbstverständnis. Als Regionalbank investiert die VKB die Spareinlagen gezielt in Kredite für Unternehmen und Privatkunden in ihren Heimatregionen. „Unsere Geschäftstätigkeit stärkt den regionalen Wirtschaftskreislauf direkt, indem wir lokale Investitionen ermöglichen und sämtliche Steuern und Abgaben ausschließlich in Österreich leisten“, betont Auer. Damit trägt die VKB aktiv zu Wachstum und Wohlstand bei – im Sinne ihres Slogans „Wachsen wir gemeinsam.”
INFOBOX
Zur VKB:
Erfolg und Wachstum für den unternehmerischen und privaten Mittelstand sowie Nachhaltigkeit im regionalen Wirtschaftskreislauf, indem Unternehmen und der Wohnbau aus den Spareinlagen der Kunden finanziert werden – das ist das Geschäftsmodell der VKB. Mit rund 650 Mitarbeitern in 32 Filialen in Oberösterreich, Wien, Graz und Salzburg bietet sie mittelständischen Privat-, Private-Banking- und Unternehmenskunden professionelle Beratung im Firmenkundengeschäft, im Privatkunden(Wohnbau)geschäft sowie bei Wertpapieren und Versicherungen. Die Regionalbank wurde 1873 als Genossenschaft gegründet und wird heute als Aktiengesellschaft geführt. Alleinaktionärin ist die „Volkskredit Verwaltungsgenossenschaft registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung“ mit rund 13.000 Mitgliedern, ausschließlich Kunden und Mitarbeiter der VKB-Bank.
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