Maßarbeit statt Massenware
Wer in der globalen Logistik an die Grenzen von Standardlösungen stößt, landet zunehmend bei einem Unternehmen aus Oberösterreich: Die Schwingshandl automation technology hat sich mit hochspezialisierten Intralogistiksystemen eine Position erarbeitet, die in der Branche Seltenheitswert hat. Statt Produkte „von der Stange“ setzt das Unternehmen konsequent auf individuelle Lösungen für komplexe Anforderungen – mit bemerkenswertem Erfolg.
„Wir liefern maßgeschneiderte Lösungen für komplexeste Anforderungen und begleiten unsere Kunden über den gesamten Projektverlauf hinweg. Unsere Arbeit beginnt dort, wo es im Standard keine Lösung mehr gibt. Genau diese Kombination aus Innovationskraft, Verlässlichkeit und Qualitätsanspruch macht uns zum bevorzugten Partner führender internationaler Generalunternehmer“, erklärt Markus Sturm, CEO von Schwingshandl.
Die Zahlen zeigen, wie stark diese Strategie derzeit aufgeht: 2025 erwirtschaftete Schwingshandl rund 52 Millionen Euro Umsatz – ein Plus von etwa 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit wächst das Unternehmen deutlich schneller als der internationale Intralogistikmarkt. Der Auftragseingang lag zuletzt bereits bei rund 60 Millionen Euro. „Der Intralogistikmarkt wächst jährlich um circa sechs bis acht Prozent. Dass wir dieses Wachstum deutlich übertreffen und dabei nachhaltig profitabel bleiben, bestätigt unseren strategischen Kurs“, sagt Sturm. Auch der Blick nach vorne bleibt ambitioniert: Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 55 und 60 Millionen Euro. Der Auftragseingang soll auf rund 70 Millionen Euro steigen.
Zwischen Überraschungsmärkten und Standortinvestitionen
Besonders dynamisch entwickelt sich aktuell das internationale Geschäft, allen voran Australien. Rund ein Fünftel des Auftragseingangs stammt mittlerweile aus dem dortigen Markt. In Melbourne arbeitet Schwingshandl derzeit an einem der größten Projekte der Unternehmensgeschichte: Für ein hochmodernes Distributionszentrum im Lebensmittelhandel liefert das Unternehmen maßgeschneiderte intralogistische Subsysteme. „Auch heuer sehen wir eine weiterhin hohe Nachfrage aus Australien. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir an mehreren sehr spannenden Projekten in dieser Region“, erklärt Sturm. Insgesamt verteilt sich der Umsatz inzwischen breit über internationale Märkte: Rund 60 Prozent entfallen auf Europa, etwa 15 Prozent auf Nordamerika und weitere 25 Prozent auf andere Regionen weltweit.
Trotz der starken Internationalisierung investiert das Unternehmen gezielt am Standort Holzhausen. Derzeit entsteht ein neues Bürogebäude mit Platz für rund 60 zusätzliche Arbeitsplätze. Direkt danach folgt die Erweiterung der Produktionshalle. Die Kapazitäten sollen dadurch um 50 Prozent steigen. „Gerade vor dem Hintergrund wirtschaftlich herausfordernder Rahmenbedingungen verstehen wir diese Investitionen als bewusstes Signal für die Zukunft und als klares Bekenntnis zum aktuellen Standort Oberösterreich“, so Sturm. Parallel wächst auch die Mannschaft: Aktuell beschäftigt Schwingshandl rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bis Ende 2026 sollen es etwa 155 sein. Gesucht werden vor allem hochqualifizierte Fachkräfte für ein internationales Arbeitsumfeld.
Regional verwurzelt, global gefragt
Bemerkenswert ist dabei die Balance zwischen globaler Expansion und regionaler Verankerung. Ein großer Teil der Zulieferer und Dienstleister stammt weiterhin aus Oberösterreich und der unmittelbaren Umgebung. So bleibt ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung in der Region. Gleichzeitig setzt das Unternehmen verstärkt auf nachhaltige Produktionsprozesse, ressourcenschonende Betriebsführung und zertifizierte Managementsysteme. Für Schwingshandl scheint klar zu sein: Wachstum funktioniert langfristig nur dann, wenn Spezialisierung, internationale Perspektive und regionale Stabilität zusammenkommen. „Unser Wachstum ist kein kurzfristiger Effekt, sondern das Ergebnis einer klaren Strategie, eines hoch engagierten Teams sowie einer sehr soliden wirtschaftlichen Basis. Auf dieser Grundlage treiben wir die weitere Internationalisierung unseres Unternehmens voran, bauen unser After-Sales-Portfolio gezielt aus und investieren konsequent in den Ausbau unserer Mannschaft und Infrastruktur.“
Redaktion
- Melanie Kashofer
Fotos
Schwingshandl automation technology