Der Konzern der Raiffeisenlandesbank OÖ legt Abschluss für 2025 vor
- 748,3 Millionen Euro Jahresüberschuss vor Steuern: Starke Zuwächse ergeben sich aus guter Entwicklung des operativen Geschäfts und Beteiligungsperformance.
- RLB OÖ ist mit einer Eigenmittelquote von 21,0 Prozent ein Garant für Stabilität und kann damit Wachstumsimpulse für die Wirtschaft setzen.
- Wertpapiervolumen der Privatkunden in der Raiffeisenbankengruppe OÖ verzeichnete 2025 einen Zuwachs von 18,5 Prozent.
- Privater Wohnbau zieht deutlich an: Volumen der neu vergebenen Immobilien-Kredite bei Raiffeisen OÖ knackt 2025 die 1-Milliarde-Euro-Schallmauer.
Größte Bank in ausschließlich österreichischem Eigentum behauptet ihre Stellung: Jahresergebnis 2025 gibt Rückenwind für zukünftige Ausrichtung
- Der Jahresüberschuss vor Steuern beträgt im Konzern 748,3 Millionen Euro (+261,8 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2024).
- Die Konzernbilanzsumme der Raiffeisenlandesbank OÖ liegt per Jahresende 2025 bei 48,7 Milliarden Euro. o Im Vergleich zu Ende 2024 bedeutet dies einen leichten Rückgang von -1,2 Prozent.
Reinhard Schwendtbauer: „Das solide Ergebnis mit einem Jahresüberschuss vor Steuern von 748,3 Millionen Euro unterstreicht den strategischen Weg, den die Raiffeisenlandesbank OÖ eingeschlagen hat. Wir können einerseits mit dem operativen Geschäft sehr zufrieden sein, andererseits haben wir 2025 besonders von der guten Performance unserer wesentlichen Beteiligungen und weniger Kreditausfällen profitiert.“
Harte Kernkapitalquote deutlich um 1,7 Prozentpunkte ausgebaut
- Die harte Kernkapitalquote (CET 1 Ratio) im Konzern (Kreditinstitutsgruppe) liegt bei rund 19,4 Prozent.
- Die Eigenmittelquote (Kreditinstitutsgruppe) beträgt per Jahresende 2025 rund 21,0 Prozent.
„Mit einer harten Kernkapitalquote von 19,4 Prozent in der Kreditinstitutsgruppe verfügen wir über jenen Spielraum, den es braucht, um als Impulsgeber und Mitgestalter den Wirtschaftsstandort zu stärken. Diese wesentliche Kennzahl konnte im Jahr 2025 erneut deutlich um 1,7 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr ausgebaut werden und ist Ausdruck unserer Stärke, unserer Handlungsfähigkeit und unseres Gestaltungswillens. Damit können wir Investitionen kraftvoll unterstützen und gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden neue Wachstumsimpulse setzen“, so Reinhard Schwendtbauer.
Solide Entwicklung im operativen Geschäft: Zuwächse bei Investitionsfinanzierungen und Leasing-Geschäft
- Zinsüberschuss: o 582,1 Millionen Euro -3,8 ProzentDas Zinsgeschäft hat sich auch 2025 auf hohem Niveau gehalten.
- Provisionsüberschuss: o 211,3 Millionen Euro +12,0 Prozent
- Trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Kreditgeschäft konnte der Provisionsüberschuss aufgrund der positiven Entwicklungen im Wertpapierbereich deutlich zulegen.
- Finanzierungen (Forderungen an Kunden):
- Gesamt:
- 25,7 Milliarden Euro +1,0 Prozent
- Hievon Investitionsfinanzierungen:
- 20,3 Milliarden Euro +2,0 Prozent
- Im Geschäftsjahr 2025 haben die 13 at equity bilanzierten Unternehmen in Summe ein Ergebnis von 462,3 Millionen Euro zum Konzernergebnis beigetragen (+192,5 Millionen Euro gegenüber 2024).
- Neben der Raiffeisenbank International AG (Beitrag von 163,6 Millionen Euro), der voestalpine AG (Beitrag von 150,2 Millionen Euro über die Oberösterreich Invest GmbH & Co OG) sowie der Raiffeisenbank a.s. (Beitrag von 98,1 Millionen Euro), haben auch die weiteren at equity bilanzierten Unternehmen (z.B. Salinen Austria, AMAG oder auch die neueste Beteiligung Rosenbauer) sehr gute Ergebnisbeiträge erzielt.
- Die Raiffeisenbank a.s. zählt zu den fünf größten Banken in Tschechien und spielt damit eine bedeutende Rolle auf dem tschechischen Finanzmarkt. o Die Raiffeisenlandesbank OÖ hält eine 25 Prozent-Beteiligung (75 Prozent werden von der RBI gehalten)
Reinhard Schwendtbauer: „Die Raiffeisenbank a.s. mit Sitz in Prag entwickelte sich in den vergangenen Jahren sehr stabil und positiv und leistet durch das anteilige at equity-Ergebnis einen wesentlichen Beitrag für das Konzernergebnis der Raiffeisenlandesbank OÖ.“
- Starke Wachstumsraten erzielen auch die Tochterunternehmen der IMPULS-LEASING-Gruppe: Das Leasing-Geschäft der RLB OÖ verzeichnet gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 7,1 Prozent und beläuft sich 2025 auf 3,6 Milliarden Euro.
Risikovorsorgen für Kreditausfälle sind erneut rückläufig
- Der Aufwand für die Bildung von Risikovorsorgen für Kreditausfälle ist im Vergleich zum Jahr 2024 rückläufig und konnte um 19,0 Millionen Euro auf 156,5 Millionen Euro gesenkt werden.
- Der Rückgang ergibt sich insbesondere durch gesunkene Einzelwertberichtigungen (nahezu die Hälfte weniger). Die statistischen Risikovorsorgen (Vorsorgen für erwartete, aber noch nicht konkret eingetretene Kreditrisiken), bei denen es 2024 zu deutlichen Auflösungen gekommen war, sind in Summe nahezu unverändert geblieben.
- Die NPL-Quote (Non-Performing Loan Ratio – misst den Anteil notleidender Kredite am gesamten Kreditportfolio einer Bank) beträgt per 31.12.2025 auf Konzernebene 5,6 Prozent (31.12.2024: 6,3 Prozent). Der Rückgang ist gleichermaßen auf ein geringeres Ausmaß an Neuausfällen sowie auf die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zum NPL-Abbau zurückzuführen.

Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
- Im Konzern der Raiffeisenlandesbank OÖ AG erhöhte sich die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2025 auf 7.831 (+340 gegenüber 2024).
- Inkludiert sind hier auch die 4.103 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von VIVATIS/efko (+329).
Vorläufiges Ergebnis 2025 der Raiffeisenbanken in Oberösterreich
Die 64 oberösterreichischen Raiffeisenbanken mit ihren in Summe 344 Bankstellen können auch im Jahr 2025 ein sehr gutes Ergebnis vorweisen:
- Die Bilanzsumme der oö. Raiffeisenbanken liegt per Jahresende 2025 bei 35,0 Milliarden Euro (+3,2 Prozent).
- Es konnte ein Betriebsergebnis von 561,3 Millionen Euro (-6,3 Prozent) erzielt werden.
- Das EGT (inkl. § 57 Abs 1 BWG Wertberichtigung) liegt bei 379,7 Millionen Euro (-1,2 Prozent).
- Die harte Kernkapitalquote (CET 1 Ratio) liegt bei rund 23,1 Prozent (+1,1 Prozentpunkte).

Raiffeisenbankengruppe OÖ baut Top-Position aus und ist Nummer 5 in Österreich
- Für die gesamte Raiffeisenbankengruppe Oberösterreich (= Raiffeisenlandesbank OÖ Konzern und die 64 Raiffeisenbanken) ergibt sich für 2025 eine Bilanzsumme von 69,6 Milliarden Euro, damit ist sie die fünftgrößte Bank in Österreich.

Leichter Anstieg bei der Anzahl der Kundinnen und Kunden in der Raiffeisenbankengruppe OÖ
Die gesamte Raiffeisenbankengruppe OÖ (= 64 Raiffeisenbanken + Raiffeisenlandesbank OÖ) kann bei der Anzahl der Kundinnen und Kunden im Jahr 2025 einen leichten Anstieg (+ 0,2 Prozent) verzeichnen und betreut per Jahresende mehr als eine Million Kundinnen und Kunden, davon
o 986.660 Privatkunden
und
o 82.668 Firmenkunden.
Spareinlagen bei Raiffeisen OÖ stiegen 2025 leicht, Wertpapiervolumen bei Privatkunden ist um 18,5 Prozent angewachsen
Erfreulich haben sich im vergangenen Jahr auch die Spareinlagen in der Raiffeisenbankengruppe OÖ entwickelt. o Das Sparvolumen betrug per Ende 2025 21,3 Milliarden Euro.
o Das entspricht einem Plus von 2,9 Prozent.
- Mehr als die Hälfte davon (10,8 Milliarden Euro) entfielen dabei auf Online Sparen.
o Hier konnte per Ende 2025 ein Volumenzuwachs von 9,2 Prozent verzeichnet werden.
- Das Wertpapiervolumen der Privatkunden in der Raiffeisenbankengruppe OÖ lag Ende 2025 bei 15,9 Milliarden Euro.
o Das entspricht einem Zuwachs von 18,5 Prozent gegenüber Ende 2024.
Wohnbau zieht deutlicher an: Volumen bei privaten Immobilien-krediten knackt 2025 die 1-Milliarde-Euro-Schallmauer
- Im Jahr 2025 gab es in der Raiffeisenbankengruppe OÖ 5.657 Neuabschlüsse bei privaten Wohnbaukrediten. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Anstieg um 48,6 Prozent.
- Das Kreditvolumen bei Neuabschlüssen ist noch deutlicher gewachsen: Es lag im Vorjahr erstmals seit 2022 wieder über einer Milliarde Euro: 1,02 Milliarden Euro entspricht einem Zuwachs von 67,2 Prozent im Vergleich zu 2024.
- Vielversprechender Trend für das Jahr 2026: Vergleicht man die Zahlen der ersten zwei Monate dieses Jahres mit dem Vergleichszeitraum im Vorjahr, ergibt sich bei der Anzahl der Neuabschlüsse ein Zuwachs von 62,1 Prozent und beim neu vergebenen Volumen ein Zuwachs um 78,6 Prozent.
Reinhard Schwendtbauer: „Wir sehen seit einigen Monaten eine deutliche Belebung bei privaten Wohnbaukrediten. Viele Haushalte nutzen das stabilere Zinsumfeld sowie die aktuelle Preisdynamik am Immobilienmarkt, um lange geplante Wohnprojekte umzusetzen. Gleichzeitig führen die gestiegenen Lohn- und Einkommensniveaus dazu, dass sich die Leistbarkeit vieler Finanzierungen spürbar verbessert hat. Das Vertrauen in die langfristige Finanzierbarkeit steigt – und damit auch die Bereitschaft zu investieren.“
Raiffeisen OÖ als starker Partner für Vereine und Institutionen
- Raiffeisen OÖ erfüllt nicht nur einen wirtschaftspolitischen, sondern auch gesellschafts- und sozialpolitischen Auftrag: Das spiegelt sich in umfangreichen Partnerschaften mit Sportvereinen, Blaulichtorganisationen, Bildungs- und Sozialeinrichtungen aber auch mit Kunst- und Kulturinitiativen wider.
- 2025 wurden von der Raiffeisenlandesbank und den Raiffeisenbanken in Oberösterreich dafür rund 10 Millionen Euro bereitgestellt.
„Raiffeisen ist nicht nur ein Wirtschaftsfaktor, der Wertschöpfung in den Regionen ermöglicht. Mit der Unterstützung von Vereinen, Blaulichtorganisationen und Sozialeinrichtungen wertschätzen wir auch freiwilliges Engagement und geben wichtigen Säulen für die Lebensqualität vor Ort auch Planungssicherheit“, so Reinhard Schwendtbauer.
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