Rückenwind für oö. Energiewende

Rückenwind für oberösterreichische Energiewende

Oberösterreich ist bei der Umsetzung der Energiewende Vorreiter – etwa beim Ausbau von Photovoltaik und Wasserkraft. Das neue Klimaschutz- und Energie-Programm der Bundesregierung gibt Oberösterreich zusätzlichen Rückenwind, sagt Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner.

„Für uns zählt aber vor allem die Umsetzung, daher werden wir die Unterstützung der Bundesregierung bei unseren Projekten und Initiativen zur Energiewende sehr aktiv einfordern“, sagt Achleitner, der selbst Mitglied des Regierungsverhandlungs-Teams bei Energie und Klimaschutz war. Teil des Programms ist ein stufenweiser Ausstieg aus dem Heizen mit fossilen Energieträgern. „Hier ist Oberösterreich mit seinem 3er-Paket für ‚Raus aus dem Heizen mit Öl‘ mit Landes-Förderungen für Heizkesseltausch und die Entsorgung für Öltanks sowie dem Verbot von Ölheizungen im Neubau ein Vorreiter“, sagt Achleitner. Weiteres Ziel ist hundert Prozent der österreichischen Stromversorgung bis 2030 aus erneuerbaren Energieträgern zu gewährleisten. In Oberösterreich ist man bereits bei 77 Prozent. „Wir sind auf einem guten Weg, auch 21 Prozent aller Photovoltaik-Anlagen österreichweit befinden sich in Oberösterreich“, sagt Achleitner. Damit die Versorgungssicherheit garantiert werden kann, soll ein Netzinfrastrukturplan entwickelt werden. „In Oberösterreich wurde bereits im Vorjahr der Stromnetzmasterplan 2028 beschlossen, der 34 Projekte und Investitionen von einer Milliarde vorsieht“, sagt Achleitner. Weitere Punkte des Programms sind ein Green Deal für Österreichs Wirtschaft, Klimaschutz durch Bioökonomie und ein Klimaschutz-Innovationszentrum. „Wir haben zahlreiche Kompetenzen in diesem Bereich und werden uns bei der Bundesregierung dafür einsetzen, dass dieses Zentrum in Oberösterreich angesiedelt wird“, sagt Achleitner.

Hebel 1:9 bei Förderungen

Mit dem neuen „OÖ Clean Energy Program“ fördert Oberösterreich auch selbst erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung. Schon in den vergangenen Jahren wurden von 2015 bis 2019 30 Millionen Euro an Energie-Förderungen ausbezahlt. „Eine Million Euro an Förderungen löst im Schnitt ein Investment von neun Millionen Euro aus“, sagt Achleitner. Klimaschutz sei ein wichtiger Motor für die Wirtschaft und eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.

Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner