Landeshauptleute von OÖ und NÖ im Gespräch

Landeshauptleute im Gespräch

Bei der Veranstaltung „Landeshauptleute im Gespräch“ im Raiffeisen-Forum in Linz trafen am 13. März die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer aufeinander.


Heinrich Schaller, Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich, vergleicht in seinem Eröffnungsstatement die Politik mit der Bankenlandschaft: „Wir haben auch sehr starke Landesverbände und das, was wir im Land nicht schaffen, machen wir gemeinsam auf Bundesebene.“ Da und dort brauche es einmal heftige Diskussionen, um was weiterzubringen, aber wenn man diese geführt habt, erreiche man auch etwas.


„Die Politik ist momentan mit gewaltigen Themen konfrontiert“, sagt Schaller und zählt den Brexit, den Fachkräftemangel, Donald Trump sowie die Digitalisierung auf.


Sofort nach der Wahl ist man mittendrin in seinem Amt. Aber damit die Leute auch merken, da gibt es eine eigene Handschrift, da braucht man schon ein wenig, so der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas Stelzer. Schmunzelnd fügt er dazu: „Eine junge, fesche Frau mit einem Vorgänger mit einer auch interessanten Frisur tut sich da leichter.“


„Mir gefällt alles“, sagt die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auf die Frage, was ihr am eigenen Job nicht gefällt.


Auf die Einladung von Mikl-Leitner zum Kulturfestival im Sommer nach Grafenegg kontert Stelzer: „Und dann kommst du einmal ins Musiktheater und ins Brucknerhaus – da erlebst du wirklich tolle Kultur.“


Die Zusammenarbeit funktioniere auf Zuruf, sind sich die beiden Landeshauptleute einig.


„Als Steuerzahler und im Interesse der Menschen bin ich glücklich“, sagt Stelzer über die geplante Steuerreform, „als Finanzreferent muss ich sagen, das sie uns Geld kostet.“ Man werde in den nächsten Jahren 300 Millionen Euro weniger Einnahmen haben. Man werde das aber schaffen, sagt Stelzer und bekommt dabei von Mikl-Leitner Zustimmung.

Zum Abschluss ein Wordrap:

„Her mit dem Zaster, her mit der Marie“ (Mit diesem Zitat sorgte Mikl-Leitner bei ihrer Antrittsrede als ÖAAB-Obfrau für Aufregung) _Mikl-Leitner: Würde ich heute anders sagen.

„Der Stammtisch ist mein Selbstschutz."_Stelzer: Der Stammtisch ist ein Teil meines Lebens und meiner Arbeit, aber geschützt ist man dort nicht immer.

Sebastian Kurz_Mikl-Leitner : guter Bundeskanzler; Stelzer : Bundeskanzler und Unterstützer der Bundesländer

Zusammenarbeit mit dem Bund_Mikl-Leitner: funktioniert reibungslos, Stelzer: ein Miteinander

Schwarz oder Türkis_Mikl-Leitner: blau-gelb, Stelzer: weiß-rot

Doppelgängerin_Mikl-Leitner: Meine Zwillingsschwester ist eine gute Steuerberaterin und Wirtschaftsprüferin, aber für die Politik nicht zu gebrauchen. Da sie mir so ähnlich schaut, habe ich sie jetzt so gut geschult, dass sie überall ‚Grüß Gott’ sagt, nicht dass es einmal heißt, die Mikl-Leitner ist abgehoben (lacht).

Landeshauptfrau für Oberösterreich_Stelzer: sicher in Zukunft einmal vorstellbar

Landesmutter_Mikl-Leitner: Das macht mich alt, ich sehe mich als Landesmanagerin.

Landesvater_Stelzer: Wenn es mir zugetraut wird, dann ja, aber da gehören auch ein paar Jahre dazu.

Thomas Stelzer und ich werden heute bei einem Seiterl Bier noch_Mikl-Leitner: Spaß haben; Stelzer: Ich werde das Seiterl von der Hanni trinken, denn wie ich sie kenne, trinkt sie einen Wein.