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Schon gewusst

Neues Forschungsinstitut für Entwicklungsmedizin

7. März 2019

Grundlagenforschung an der Kepler Uni
07.03.

v.l.: William Barbaresi (Harvard Medical School), Daniel Holzinger (RID), Peter Ausweger (Barmherzige Brüder), Johannes Fellinger (RID), Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander, JKU-Rektor Meinhard Lukas, Saji Mullankuzhy (Barmherzige Brüder), Vizerektorin für Medizin Andrea Olschewski

„Mindestens jedes zehnte Kind ist von Entwicklungsstörungen betroffen“, heißt es in der Presseaussendung der Johannes Kepler Universität (JKU). Der Begriff der Entwicklungsstörung fasst unter anderem sinnesbedingte Störungen, wie Hör- und Sehbeeinträchtigungen, und neurologische Störungen, wie Sprachauffälligkeiten oder Lernschwierigkeiten, zusammen. Meist spielt dabei eine Vielzahl von Faktoren mit.

Grundlage für das neu gegründete Forschungsinstitut an der Medizinischen Fakultät der JKU ist die klinische und wissenschaftliche Arbeit des Instituts für Sinnes- und Sprachneurologie der Barmherzigen Brüder Linz unter Leitung von Primar Johannes Fellinger . Die Finanzierung kommt vorerst für sechs Jahre vom Konvent der Barmherzigen Brüder Linz. „Für viele angeborene oder im Kindesalter erworbene Störungsbilder ist die Frage einer kompetenten fachübergreifenden Weiterbetreuung im Erwachsenenalter nicht gelöst“, so Fellinger, der als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie mit Zusatzfach Neuropädiatrie die Leitung des neuen Forschungsinstituts übernimmt. „Die Arbeit des Forschungsinstituts wird der Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Entwicklungsstörungen nicht nur in Oberösterreich dienen“, so das Resümee von Fellinger.

„Grundstein für ein glückliches Leben“

Um Symptome zu lindern und Probleme zu bewältigen, sei eine ganzheitliche Sichtweise notwendig, sagt JKU-Rektor Meinhard Lukas . So würden junge Patienten über die Kindheit hinaus disziplinübergreifend und forschungsbasiert begleitet: „Das neue Forschungsinstitut für Entwicklungsmedizin ist idealtypisch für den Weg, den die JKU beschreitet“, erklärt Lukas. „Die gesunde Entwicklung im Kindesalter legt den Grundstein für ein glückliches und erfolgreiches Leben. Diese Forschungseinrichtung soll Eltern unterstützen, ihre Kinder bestmöglich beim Erwachsenwerden zu begleiten“, meint Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander . Weiters werde durch die Gründung des Instituts die Wichtigkeit der Zusammenarbeit der JKU mit den oberösterreichischen Krankenhäusern unterstrichen.

Die seit 2011 bestehende BOLD-Kooperation (Boston-Linz Developmental Medicine) zwischen dem Boston Children’s Hospital (Harvard Medical School) und dem Institut für Sinnes- und Sprachneurologie wird in das neue Forschungsinstitut miteingeschlossen.

Eröffnungsfeier des Forschungsinstituts für Entwicklungsmedizin an der Johannes Kepler Universität

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Redaktion
Ingo Till
Fotos
David Pichler
Erschienen
7.3.2019
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