Was kommt, was bleibt?

Mit den Medien ist es ein bisschen so wie mit der Mode: Vieles kommt und geht, einiges bleibt. So haben etwa weder das Radio noch das Fernsehen die Zeitung ersetzt, und auch nicht der E-reader das Buch. Dennoch wird die Medienwelt von der Digitalisierung revolutioniert – aber ob Journalisten tatsächlich bald von Robotern ersetzt werden, Print keine Zukunft hat und Programmfernsehen dank Mediatheken, Internet und Video on demand längst überflüssig ist? Das befragen wir jene, die mitten im Geschehen stehen: Journalisten und Medienexperten.

Klaus Obereder

Klaus Obereder

Chef vom Dienst, ORF Landesstudio Oberösterreich

Die Digitalisierung ist zweifellos die größte Revolution, die Medien je mitgemacht haben. Ich sehe dadurch mehr Chancen als Gefahren für das Fernsehen, allerdings werden wir die Flexibilität brauchen, um den Nutzungsweisen unserer Kunden folgen zu können. Unsere große Stärke ist der Inhalt. Die wesentliche Frage wird sein, wie wir diesen transportieren, dafür braucht es möglicherweise auch neue Angebote. Doch egal ob klassisches Fernsehen oder video on demand, das Wichtigste ist der Inhalt.

Doris Nentwich

Doris Nentwich

Journalistin, Moderatorin, Medien- und Interviewtrainerin, PR-Beraterin und Gründerin (gemeinsam mit Doris Schulz) von Social Media Mentoring

Gerade im Zeitalter der sozialen Medien, wo sich jeder zu allem äußert, sind Journalisten mit hohem Qualitätsanspruch gefragter denn je. Fundierte Kommentare auf Basis guter Recherche werden weiterhin eine große Rolle spielen. Printprodukte müssen also auf Qualität setzen, um bestehen zu bleiben. Und was Social Media betrifft – hier zählt nicht das Motto „Dabei sein ist alles“, sondern „Gewusst wie“. Soziale Medien funktionieren anders als herkömmliche. Nur wenn man das beachtet, kann man deren Potential wirklich ausschöpfen.

  • HOSENANZUG_Normakamali, € 448,-

erhältlich bei Selendi in Wels

Elisabeth Eidenberger

Elisabeth Eidenberger

Leiterin Online-Redaktion der Oberösterreichischen Nachrichten und Moderatorin

Es braucht neue Ideen, aber die Printwelt wird nicht aussterben. Ich glaube, dass beides bestehen bleibt, man muss die Vorteile der jeweiligen Kanäle nutzen. Im Print kann ich mit einem tollen, großen Bild vieles aussagen und komprimiert Informationen liefern, online kann ich mehrere Bilder, Videos und interaktive Elemente nutzen. Und nein, Roboter werden Journalisten nicht einfach so ersetzen: Algorithmen können Themen nicht einschätzen, einordnen und kommentieren. Das ist aber genau das, was Leser erwarten und Journalismus ausmacht.

Josef Rumer

Josef Rumer

Herausgeber und Gründer des Magazins Oberösterreicherin, Niederösterreicherin und Unser Salzkammergut

Tagesaktuelle Informationen werden sich immer mehr auf online verlagern – Printmedien, die monats- oder quartalsweise erscheinen, sind aber nicht durch das Internet ersetzbar. Einerseits geht es um das Gefühl, im Liegestuhl oder beim Kaminofen ein Magazin durchzublättern, andererseits geht es um Inhalte, die in wertigen Berichten transportiert werden. Das bedeutet: Oberflächlichkeit disqualifiziert den Print. Was ich noch beobachte: Menschen lieben Geschichten aus der Region. Produkte, die darauf setzen, werden immer eine Berechtigung haben.

  • REDAKTION_SUSANNA WURM
  • KREATIV DIRECTION_ALEXANDRA AUBÖCK
  • FOTOGRAFIE_MARIO RIENER
  • ASSISTENZ_MARINA GRUBMÜLLER
  • HAIR & MAKE UP_SALON VOGL

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