Bei ACS Logistics heißen Mitarbeiter Maverick, R2-D2 oder Admiral. Dahinter steckt weit mehr als eine originelle Idee. Denn was nach Spitznamen klingt, ist gelebte Unternehmenskultur – und zeigt, wie eine Vision wirklich zum Leben erwacht.
„Ein Unternehmen ohne Vision ist wie ein Schiff ohne Kompass, das seinen Hafen nicht kennt“, sagt Thomas Sticht. Als Managing Director von ACS Logistics muss er es wissen: 2011 startete er mit seinen Co-Foundern Gerald Kleeberger und Ulrich Hartwig in einem Containerbüro am Linzer Flughafen, mit dem Ziel, den Qualitätsstandard in der österreichischen Überseelogistik neu zu definieren. Heute behauptet sich ACS Logistics in einem Markt, in dem 90 Prozent der Mitbewerber Konzerne sind. David gegen Goliath? Vielleicht. Aber einer, der sein eigenes Spielfeld geschaffen hat.
2020 formulierte das Team die „Vision 2k30“: „Die beste maßgeschneiderte Logistiklösung. Jederzeit. Sofort.“ Fünf Worte, die nicht in PowerPoint-Präsentationen schlummern, sondern jeden Tag gelebt werden. „Wichtige Entscheidungen müssen immer auf die Vision einzahlen“, erklärt Sticht. Bei ACS Logistics ist das keine hohle Phrase – wer hier neu anfängt, durchläuft kein klassisches Onboarding. Drei Monate lang docken „Rookies“ an die Unternehmenskultur an. Der Höhepunkt: die Callsign-Taufe. Die Kollegen vergeben einen Rufnamen, der den Charakter des neuen Teammitglieds beschreiben soll. Ein Akt der Wertschätzung. Die offizielle Aufnahme in den inneren Kreis. Besiegelt mit einem gravierten Anhänger. So arbeiten hier Menschen, die auf Namen wie Maverick, Sunny oder Columbo hören. Eine spielerische Tradition, die zeigt, warum Kultur nicht verordnet, sondern (vor-)gelebt werden muss.
Spezialisierung statt Masse. Mindset statt Schema F. „Du musst dein eigenes Spielfeld schaffen, auf dem du dominieren kannst“, beschreibt Sticht die Strategie, um mit seiner „Mannschaft“ in einer Branche zu bestehen, die vor großen Herausforderungen steht – Digitalisierung, Nachhaltigkeit, geopolitische Unsicherheiten, volatile Märkte. Die agile Mentalität hat sich ACS Logistics deshalb trotz Wachstum bewusst bewahrt, auch dank der neuen Firmenzentrale in Asten. „Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung“, lautet das Motto. Diese Haltung zieht Talente an, die nicht in starre Konzernstrukturen passen. Menschen, die bereit sind, gegen den Strom zu schwimmen. „Es war nie unser Ziel, einfach nur eine Firma zu gründen“, erklärt Sticht. „Sondern ein Unternehmen, in dem wir selbst in Pension gehen wollen.“ Kurzum: Ein Ort, an dem Menschen gemeinsam etwas bewegen._
Ines Thomsen
Ein Land „irgendwo im Osten“, geprägt von grauen Plattenbauten, holprigen Straßen und niedrigen Löhnen. Wer an Polen denkt, hat oft
Während die ganze Welt über Kunststoff diskutiert, schreibt Oberösterreich leise Erfolgsgeschichten. Mit Innovation statt Resignation, mit Kreislaufdenken statt Wegwerfmentalität und
Wie ist das wohl, als Mutter-Tochter-Gespann ein Unternehmen zu gründen und zu führen? Worauf kommt es an, wenn KMUs ihre