
Oberösterreichs größtes Klimaschutznetzwerk wächst weiter
Immer mehr Partner schließen sich dem Klimabündnis OÖ an und arbeiten gemeinsam für mehr Lebensqualität und Wohlstand!
Das Klimabündnis bewegt – in Oberösterreich und weltweit. Seit Jahrzehnten vernetzt es Gemeinden, Bildungseinrichtungen und Betriebe, die gemeinsam Klimaschutz und Klimagerechtigkeit vorantreiben. Über 300 Mitgliedsgemeinden, 350 Bildungseinrichtungen und mehr als 1.000 Klimabündnis-Betriebe in OÖ nutzen die Chancen der Transformation für eine lebenswerte Zukunft. Gemeinsam mit indigenen Partnern in Südamerika konnte bereits eine Regenwaldfläche gesichert werden, die eineinhalb Mal so groß ist wie Österreich – ein starkes Zeichen globaler Verantwortung. Lokal werden Projekte zu Klimaschutz, Bodenschutz, Mobilität, Biodiversität und mehr umgesetzt. Die Welt verändert sich – und das Klimabündnis OÖ gestaltet sie aktiv mit.
„Das Klimabündnis ist der wichtigste Partner in Oberösterreich, wenn es um Klima- und Umweltschutz geht. Im Kampf gegen die fortschreitende und von Menschen verursachte Klimakrise brauchen wir Verbündete auf allen Ebenen. Im Klimabündnis werden all diese Ebenen vereint – egal ob Betriebe, Bildungseinrichtungen oder Gemeinden. Das Netzwerk wächst stetig weiter und das zeigt, wie wichtig den Menschen unser Planet und unsere Lebensqualität ist. Ich bedanke mich bei allen, die sich für das Klimabündnis engagieren“, so Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder.
Gemeinsam für mehr Lebensqualität und eine sichere Zukunft!
Die größte Transformation unserer Wirtschaft und Gesellschaft findet im Hier und Jetzt statt. Das ist nicht nur eine gute Nachricht fürs Klima, sondern auch eine riesige Chance für unsere Wirtschaft und Gesellschaft: Neue Arbeitsplätze, bessere Lebensqualität in unseren Gemeinden und Städten, mehr Sicherheit und Souveränität. „Als Klimabündnis Oberösterreich sehen wir es als unsere Aufgabe Mut zu machen, Chancen aufzuzeigen und gemeinsam zu nutzen. Wenn wir auf die letzten 30 Jahre beim Klimabündnis zurückblicken, sind wir stolz, wie viel wir erreicht haben: Über 300 Gemeinden, über 1.000 Betriebe und über 300 Bildungseinrichtungen aus ganz Oberösterreich sind mittlerweile bereits Teil des Klimabündnis-Netzwerks“, so Klimabündnis Geschäftsführer Norbert Rainer.
2025 stehen einige Highlights an: Das Klimabündnis wird die 350. Bildungseinrichtung ins Netzwerk aufnehmen. Außerdem wird eine neue Veranstaltungsreihe für Gemeinden angeboten: Unter dem Titel „KlimaImpulse OÖ“ geben in Form von monatlichen Online -Impulsveranstaltungen Expert:innen Updates zu wichtigen Entwicklungen auf EU-, Bundes-und Landesebene bei klimarelevanten Themen – mit Fokus auf Gemeinden und ihre Anliegen. Zusammen mit dem Land OÖ möchte das Klimabündnis so oberösterreichische Gemeinden dabei unterstützen, über den aktuellen Stand gesetzlicher Vorgaben im Klimabereich informiert zu sein.
Klimabündnis-Gemeinden
Rund 300 Gemeinden in Oberösterreich sind Teil des Klimabündnis-Netzwerks und setzen sich aktiv für Klimaschutzmaßnahmen ein. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen für Gemeinden traten im Jahr 2024 fünf weitere Kommunen – Michaelnbach, Neufelden, Offenhausen, Sipbachzell und St. Thomas – dem Klimabündnis bei. Die oö. Regionaltreffen 2024 fanden im April und Mai in Mauthausen, Attnang-Puchheim sowie online unter dem Motto „Austausch und Aktion für deine klimafitte Gemeinde!“ statt. Zusätzlich wurde im April 2024 in Leonding das oö. Klimacoach Austausch- & Vernetzungstreffen organisiert, bei dem Klimacoaches aus ganz Oberösterreich zusammenkamen, um sich über aktuelle Klimaschutzthemen in Gemeinden auszutauschen und neue Ideen zu entwickeln. Ein weiteres zentrales Ereignis war das 31. Oö. Klimabündnistreffen am 13. November im Süßmayr Saal in Schwanenstadt, bei dem sich rund 150 Teilnehmer:innen unter dem Titel „Veränderung gestalten – mutig in die neuen Zeiten“ über laufende Entwicklungen und gemeinsames Handeln für eine nachhaltige Zukunft austauschten.
Klimawandelanpassungs-Projekte in Pregarten
Die Stadtgemeinde Pregarten engagiert sich seit 2004 im Klimabündnis OÖ für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung. „Als Mitglied des Klimabündnisses sind wir Teil eines gut funktionierenden Netzwerks aus Gemeinden, Unternehmen und Organisationen, die gemeinsam am Klimaschutz arbeiten“, sagt Bürgermeister Fritz Robeischl, der selbst im Jahr 2022 den vom Klimabündnis OÖ organisierten Klimacoach-Lehrgang absolviert hat.
Mit dem 2021 beschlossenen Manifest für Klima- und Naturschutz wurde eine strategische Grundlage geschaffen, auf deren Basis zahlreiche Projekte zur Klimawandelanpassung realisiert wurden. Eine zentrale Maßnahme ist die Klimainsel Riesenederpark – ein Naherholungsraum auf einer ehemaligen Brachfläche, die durch gezieltes Regenwassermanagement und die Bepflanzung mit klimaresistenten Arten zu einem kühlen, grünen Rückzugsort wurde. Die nicht durchlässige Lehmschicht dient als Wasserspeicher, wodurch die Pflanzen auch in Trockenperioden versorgt werden. Der Wasser-Erlebnis-Park Bruckmühle ist ein naturnaher Spiel- und Erholungsraum in der Aistlandschaft. Mit schattenspendenden Bäumen und wasserbezogenen Stationen bietet er Abkühlung und stärkt das Bewusstsein für die Bedeutung von Wasser und Biodiversität. Direkt angrenzend verbindet der Musik-Erlebnis-Park Bruckmühle Natur und Kultur. Die Landesmusikschule schuf einen kreativen Raum mit musikalischen Stationen wie einem bepflanzten Flügel und einem Rhythmus-Parcours – ein Projekt, das 2024 mit dem OÖ. Landespreis für Umwelt und Nachhaltigkeit ausgezeichnet wurde. Auch die Entsiegelung und Begrünung im Siedlungsgebiet „Neues Haidfeld“ trägt zur Anpassung an den Klimawandel bei: Asphalt wurde durch Grünflächen ersetzt, Regenwasser wird lokal versickert und zur Baumbewässerung genutzt. Pregarten geht mit gutem Beispiel voran, wie durch ganzheitliche, innovative Maßnahmen eine zukunftsfähige Stadtentwicklung unter Berücksichtigung des Klimawandels gelingen kann. Die Klimawandelanpassung ist angesichts der unmittelbar zu spürenden Klimakrise eine Notwendigkeit für unsere Gemeinden. Die Sicherung der Lebensqualität sowie der Schutz vor Naturgefahren erfordern aktives Handeln und eine nachhaltige Planung. Das Klimabündnis Oberösterreich konnte die steigende Nachfrage nach Beratungen im Jahr 2024 bedienen und ganze 36 Gemeinden (gegenüber 27 2023) in Oberösterreich dabei unterstützen, sich effektiv auf die kommenden Herausforderungen vorzubereiten, Resilienz gegenüber dem Klimawandel aufzubauen und langfristig zur nachhaltigen Entwicklung der Gemeinde beigetragen. Gemeinsam mit dem Klimabündnis entwickelten 21 Gemeinden im Beratungsprogramm „Klimafitte Gemeinden“ konkrete Maßnahmen, welche mittels finanzieller Förderungen des Landes OÖ zur Umsetzung kommen. Nach der Identifikation der Betroffenheit in den kommunalen Handlungsbereichen konnte auch das Bewusstsein geschärft werden, in zukünftigen Planungen die Klimarisiken mitzudenken, um in Zukunft besser darauf vorbereitet zu sein.
Um die umgesetzten Projekte vor den Vorhang zu holen, konnten diese beim „Adapterra Award 2024“, dem Wettbewerb für die besten und innovativsten Umsetzungsprojekte, einreichen. Gewonnen hat das biodiverse Hochwasser Rückhhalteprojekt in Krems-Au, das im September letzten Jahres den Wassermassen des Dauerregens standhielt und so die Siedlungen des Kremstals vor Überschwemmungen geschützt hat.
Durch 15 Vorsorgechecks „Naturgefahren im Klimawandel“ wurden die Gemeinden darauf vorbereitet, mit welchen Risiken durch den Klimawandel lokal zu rechnen ist und welche Kapazitäten in den Vorsorgebereichen dafür bestehen. Die Ergebnisse machen das bestehende Gefahrenwissen und die Vorsorgekapazität der Gemeinden sichtbar und zeigen einen etwaigen Handlungsbedarf auf. Auf zwei erfolgreichen Hitze-Seminaren in Gallneukirchen und Vöcklabruck wurden die insgesamt 40 Teilnehmer:innen in die regionale Klimaanalyse eingeführt, außerdem wurde über die Hitze-Hotspots vor Ort diskutiert und es wurden mögliche Schutzmaßnahmen aufgezeigt.
Klimabündnis-Betriebe
Klimabündnis-Betriebe arbeiten an einer Verbesserung der eigenen Klimabilanz: Gemeinsam mit dem Klimabündnis OÖ werden Maßnahmen erarbeitet, die schrittweise umgesetzt werden.
Unter dem Klimabündnis-Beratungsmotto zeigen diese Betriebe eindrucksvoll, dass sich Klimaschutz für Wirtschaft und Gesellschaft rechnet. Im Jahr 2024 konnten wir in Oberösterreich mit der Nordfels GmbH den 1.000 Betrieb in das Netzwerk der Klimabündnis Betriebe aufnahmen. Ferner wurden im vergangenen Jahr 108 geförderte Beratungen durchgeführt. Davon wurde in fünf Klimabündnis Gemeinden ein Klimacheck durchgeführt, neun Pfarrgemeinden wurden beraten und in das Klimabündnis Netzwerk aufgenommen. Dank einer Kooperation mit der Kinder- und Jugendhilfe konnten fünf Einrichtungen/Wohngruppen zur Verbesserung der eigenen Nachhaltigkeit, mehr Energieeffizienz und Energiekosteneinsparung beraten werden.
Mit Unterstützung des Landes OÖ führte das Klimabündnis 2024 eine Workshopreihe durch, die pilothaft Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung und die Auswirkungen der EU- Taxonomie-Verordnung auf KMU beleuchtete. An dem Workshop nahmen 20 Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen (von Kultur über Bildung bis hin zum Sondermaschinenbau) teil. Das Ergebnis der Workshopreihe ist ein Leitfaden für KMU Klima- Manager:innen, der einen Überblick in die neuen Regelwerke bringt und KMU auf niederschwellige Weise an die Thematiken heranführt und wissen was zu tun ist. Der Leitfadenhilft Wissen auf- und Hemmungen abzubauen.
Für das heurige Jahr sind bereits jetzt schon verhältnismäßig viele EMAS-Beratungen beantragt worden, auch die Klimabündnis Betriebe-Beratungen werden konstant in Anspruch genommen, das Klimabündnis OÖ rechnet für 2025 mit ca. 115 Beratungen für neue Klimabündnis Betriebe und 50 Evaluierungen im bestehenden Netzwerk. Einen 2024 neu beigetretenen und sehr engagierten Klimabündnis Betrieb möchten wir bei der heutigen Pressekonferenz vor den Vorhang holen:
Tourismusverband Steyr
Der Tourismusverband Steyr & Nationalpark Region ist für die Betreuung der Gäste, aber auch wichtige Anlaufstelle für unterschiedliche Unternehmen und Anbieter:innen von Tourismusangeboten. Die Information über aktuelle Angebote sowie die Gestaltung von Freizeitaktivitäten gehört dabei genauso zur Arbeit, wie die Bewusstseinsbildung hinsichtlich Nachhaltigkeit und Naturschutz bei Gästen und Unternehmer:innen aus der Region. Regionalität ist dabei ein Thema, das bereits stark verankert ist und Potential bietet, weitere Schritte hin zu einer nachhaltigen, klimaschonenden Tourismusregion zu setzen. In den letzten Jahren wurden verschiedene Initiativen gestartet, um in der Region die Angebote für „Sanften Tourismus“ auszubauen. Dazu zählen u.a. Angebote wie Fahrrad-Touren in den Tourismusgemeinden, der Ausbau von Pilger- und Wanderbussen und die Ausarbeitung der
Klimabroschüre „Die Tourismusbetriebe sorgen für gutes Klima!“
„Nachhaltigkeit ist eine wichtige Säule in der aktuellen Tourismusstrategie und ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Daher haben wir uns als Bürostandort Steyr der Beratung unterzogen und wollen in der nächsten Zeit unsere Erfahrungen auf die anderen Bürostandorte übertragen. Unsere Bemühungen gehen insbesondere dahin, die internen Büroabläufe zu optimieren und hier auf Schonung von Ressourcen zu achten. Weiters überlegen wir, ob jede Information intern und extern gedruckt vorhanden sein muss und es hier nicht eine andere Möglichkeit der zur Verfügungstellung gibt. Gerade bei der Entwicklung von neuen Angeboten denken wir bewusst an die öffentliche Anreise und starten mit Wanderrouten- und Trailrunning Angeboten beim jeweiligen Bahnhof,“ erzählt Eva Pötzl, Stv. Geschäftsführerin TVB Pyhrn-Priel – Bad Hall – Steyr und die Nationalpark Region.
Klimabündnis-Bildungseinrichtungen
Kinder und Jugendliche in den Klimabündnis OÖ Bildungseinrichtungen lernen, wie sie aktiv zum Klimaschutz in ihrem Umfeld und Alltag beitragen können. Sie bewegen sich umweltfreundlich, sparen Energie und genießen klimafreundliches sowie gesundes Essen. Im vergangenen Jahr ist das Klimabündnis-Netzwerk um 35 Bildungseinrichtungen gewachsen, sodass mittlerweile 346 Bildungseinrichtungen Teil des Netzwerks sind. Mehr als 200 Klassen und Gruppen, insgesamt über 4.000 Kinder und Jugendliche, nahmen an Workshops teil, in denen sie erfuhren, wie sie durch einen nachhaltigen Lebensstil das Klima schützen und ihre Lebensqualität steigern können. Zudem beteiligten sich 33 oberösterreichische Bildungseinrichtungen mit 4.598 Kindern aus 245 Klassen an der Klimameilen-Sammelaktion 2024, bei der im Zeitraum von März bis Oktober 81.188 umweltfreundliche Wege gesammelt wurden. Die gesamten europaweit gesammelten Meilen wurden im Rahmen der UN-Klimakonferenz 2024 in Baku an politische Entscheidungsträger:innen überreicht. Im Jahr 2024 wurden außerdem 46 Schüler:innen aus sechs verschiedenen Schulen zu Green Peers ausgebildet. Die Ausbildungstage wurden durch Podcast-Workshops und „Zines-Workshops“ des Medienkulturhauses zu klimarelevanten Themen abgerundet.
„Klimaschutz fängt bei den Jüngsten an und der kann und soll Spaß machen. Unsere Kleinsten wachsen bereits in einer Zeit der Transformation auf und werden in Klimabündnis- Bildungseinrichtungen für Klimaschutzthemen begeistert – so wird Umweltschutz von der jungen Generation getragen getragen und die Resilienz der Kinder und Gesellschaft gestärkt“, ist Norbert Rainer, Geschäftsführer vom Klimabündnis OÖ, überzeugt.
Eine besonders engagierte Klimabündnis Schule ist die Mittelschule Ottensheim, heute vertreten durch Marlies Arbeiter. Sie ist seit 2004 dem Klimabündnis Netzwerk beigetreten und seit neuestem auch beim Klimabündnis Projekt „Clim-E-Do“ dabei.
Clim-E-Do: Schüler:innen gestalten nachhaltige Schulräume
Das grenzüberschreitende Projekt „Clim-E-Do“ fördert eigenverantwortliches Arbeiten von Schüler:innen. Ihre Idee: Klassenzimmer und Schulräume nachhaltig begrünen. Dabei setzten sie sich mit ökologischen Fragen auseinander, bauten Pflanzenregale aus Paletten und organisierten eine Pflanzentauschbörse, die am 2. Mai eröffnet wird.
Zusätzlich entstand in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Gerlinde Merl eine Pflanzeninstallation aus gefärbten Textilien, die am 3. April bei einer Vernissage präsentiert wird. Neben der praktischen Umsetzung dokumentierten die Schüler:innen ihre Arbeit, gestalteten Plakate und kümmerten sich um die Finanzierung.
„Klimabildung an meiner Schule bzw. in meiner Arbeit ist mir wichtig. Ich möchte den Kindern bewusstmachen, woher Kleidung, Nahrung usw. aber auch Pflanzen kommen. Was bedeutet diese Erkenntnis für uns bzw. sie? Was bedeutet Nachhaltigkeit? Wir wollen Selbstwirksamkeit erleben, aber auch Freude beim Gestalten, Entwickeln und Tun. Außerdem lässt die Arbeit am Großen, Wichtigen auch ganz neue soziale Interaktion zu. Ich selbst bin politisch in meiner Gemeinde aktiv und setze mich für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und soziale Themen ein“, so über ihre Arbeit zum Thema Umweltschutz mit den Schüler:innen an der MS Ottensheim.
Nachhaltig Feiern mit Green Events OÖ macht weiter Spaß!
2024 wurde wieder fest gefeiert – und das oft nachhaltig und regional: Rund 240 Veranstalter:innen haben ihr Fest nach den „Green Events OÖ“-Kriterien ausgerichtet. Es kommen immer mehr Unternehmen, Feste in diversen Städten und Großveranstalter:innen auf das Klimabündnis zu und ließen sich im Rahmen der Green Event Beratung unterstützen, ihr Event umweltfreundlich und sozial zu organisieren. Die größten ausgezeichneten Veranstaltungen waren das Upper Austrian Ladies, der Linz-Marathon, die markeding Messe in Wels, die Biogastmesse in Wels, das Musikfestival in Steyr, das Ars Electronica Festival, Großveranstaltungen des Landes OÖ (der Umweltkongress, der Wassererlebnistag, Klimagipfel, diverse Veranstaltungen im Brucknerjahr 2024…), eine Veranstaltungsreihe im Wissensturm, das Crossing Europe, der Garstner Adventmarkt, der Radlsonntag im Ennstal, die Lange Nacht der Landjugend und diverse Landes- und ein Bundesentscheid der Landjugend.
„Green Events sind nicht nur ein Zeichen für Verantwortung gegenüber der Umwelt, sondern auch ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen Zukunft. Indem wir ressourcenschonende und klimafreundliche Veranstaltungen organisieren und besuchen, setzen wir gemeinsam ein starkes Zeichen für den Klimaschutz und die Bewahrung unserer natürlichen Lebensgrundlagen“, freut sich Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, dessen Ressort die Green Events Förderung unterstützt.
Neben den Beratungen gab es auch wieder das Angebot vom Klimabündnis OÖ online bzw. in Präsenz an Green Event Workshops teilzunehmen (Akademie der Volkskultur, in oö. Gemeinden wie Pinsdorf oder Seewalchen). Beim letzten bundesweiten Green Event Wettbewerb „Nachaltig gewinnen“ kamen wieder zahlreiche Nominierungen und auch Preisträger:innen aus Oberösterreich. Vereine und Initiativen, die in voriges Jahr oder heuer ein Green Event veranstaltet haben, können ihre Veranstaltung noch bis Ende März einreichen und attraktive Geldpreise gewinnen! Mehr Infos: www.nachhaltiggewinnen.at
„Für uns ist nachhaltige Festivalarbeit der Schlüssel zum Erfolg – gemeinsam mit europäischen Partnern. Daher sind wir gerne und mit Überzeugung seit vielen Jahren Green Event,“ so Gerald Harringer aus dem Team des Linzer Filmfestivals „Crossing Europe“, das jährlich rund 15.000 Besucher:innen erreicht.
„Als Landjugend Oberösterreich ist es uns wichtig, unsere über 240 Orts- und Bezirksgruppen durch diverse Bildungsangebote in Zusammenhang mit der Organisation von Veranstaltungen zu unterstützen. Gerade deshalb, weil die Landjugend ein Veranstalter von zahlreichen Festen ist, ist es uns auch wichtig, eine Vorbildfunktion einzunehmen. Aus diesem Grund führen wir Landesveranstaltungen als Green Event durch, um aktiv vorzuleben, dass die definierten Kriterien für Green Events umsetzbar sind und so auch Feste veranstalten und Nachhaltigkeit keine Widersprüche darstellen,“ berichtet Julia Breitwieser, Geschäftsführerin der Landjugend OÖ.
Nachhaltiger Lebensstil
Mit der Nachhaltigkeits-Plattform www.gutesfinden.at hat es sich das Klimabündnis OÖ zum Ziel gesetzt, Menschen bei einem nachhaltigen Lebensstil unterstützen zu wollen. Die Plattform richtet sich an alle Oberösterreicher:innen, die sich zum Thema öko-fairer und klimafreundlicher Konsum informieren oder selbst aktiv werden möchten. Sie hilft beim Finden von klimafreundlichen Angeboten in der Region, wie Bio-Direktvermarkter:innen, Reparaturbetrieben oder auch Modeläden. Darüber hinaus können sich Interessierte zum Thema FoodCoops und Solidarische Landwirtschaften informieren („Appetit auf Gutes“). Auch klimafreundliche Ernährung für Schüler:innen („Besser essen – schlau konsumieren“),
Kulturveranstaltungen zum Thema Klima und Informationen für FAIRTRADE-Gemeinden
stehen im Fokus von „Gutes Finden“. Im Frühjahr 2024 konnte Königswiesen als 66. FAIRTRADE-Gemeinde OÖs begrüßt werden. Der Projektteil „KlimaKultur“ setzte 2024 sein vielfältiges Engagement im Bereich Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Umweltschutz fort. Durch ein breites Angebot an Veranstaltungen, Bildungsformaten und Kooperationen (z.B. VHS Linz, PH OÖ) wurden Denkanstöße und praxisnahe Lösungsansätze aufgezeigt. „Besser Essen – schlau konsumieren“ startete unter anderem mit einem Gewinnspiel ins Schuljahr 2024/25, bei dem die teilnehmenden Bildungseinrichtungen BIOKLIMAHerbstkisten gewinnen konnten – mit Informationen und Zutaten für selbstgemachtes Sauerkraut. Ein besonderes Highlight war die 10-Jahres-Feier des Projektteils „Appetit auf Gutes“ im Frühjahr 2024, der 2014 unter dem Titel „Appetit auf Zukunft“ gegründet wurde. Auch die Tage der offenen Türen, bei denen FoodCoops und Solidarische Landwirtschaften in der Region besucht werden konnten, sind auf großes Interesse gestoßen.
„Paris, wir kommen“: Entwicklung einer kommunalen Klimastrategie mit Städten und Gemeinden!
Das Klimabündnis konnte im Jahr 2024 mit sieben Gemeinden bzw. Städten die Erarbeitung einer Kommunalen Klimastrategie abschließen. Dabei entstanden in den Gemeinden Puchenau, Kirchham, Ried im Innkreis, Pichl bei Wels, Ottensheim, Bad Ischl und Enns konkrete Klimafahrplänen mit klaren Maßnahmen und Handlungsoptionen für die jeweilige Gemeinde. Aktuell arbeiten noch die Gemeinden Alkoven, Ternberg, Garsten und Vorchdorf im Programm „Paris, wir kommen“. Dazu begleitet das Klimabündnis OÖ auch Braunau am Inn und Altmünster am Traunsee im Rahmen des österreichweiten Programms „Klimaneutrale Stadt“, das durch den Klimafonds gefördert wird.
„Klimachecker:innen@work“: Lehrlinge gestalten die Zukunft
Im Rahmen des Projekts „Klimachecker:innen@work“ erhalten Lehrlinge eine umfassende Ausbildung zum Thema Klimaschutz und Klimawandelanpassung und bringen ihr neues Wissen im Unternehmen ein. So sammeln sie konkrete Erfahrungen, von denen sowohl die Jugendlichen als auch die Unternehmen profitieren. Jugendliche werden motiviert, ihre Handlungsfähigkeit zu erfahren und sich sowohl beruflich als auch privat für Klimaschutz einzusetzen. Unternehmen profitieren von den umgesetzten Projekten, sei es durch Kostenersparnis oder eine nachhaltige wirtschaftliche Transformation.
Und nicht zuletzt:
Das Klima wird geschützt, da diese Projekte einen direkten Beitrag zur Reduzierung von CO2-Emissionen und innovative Ideen für eine nachhaltige Wirtschaft leisten. Über 130 Lehrlinge haben bereits erfolgreich teilgenommen. Die Klimachecker:innen haben zahlreiche Projekte erfolgreich umgesetzt und werden mit ihrem Blick für Umweltschutz weitere Verbesserungen in den Unternehmen bewirken. Ihre Arbeit wird nicht nur Kolleg:innen und Vorgesetzte inspirieren, sondern auch andere Menschen in ihrem Umfeld.
„2024 beschleunigte sich die Transformation zu einer nachhaltigen Wirtschaft und erneuerbaren Energie. Auch wenn zum Teil rückwärtsgewandte fossile Politik und Wirtschaft im Moment sehr laut ist, zeigen die wichtigsten Kennzahlen global wie lokal weiterhin ein Wachstum in diesen Bereichen. Nur jene Gesellschaft und Wirtschaft, die jetzt auf diese Wachstumspfade einschwenkt, wird langfristig Sicherheit, Freiheit und Wohlstand sichern können“, zieht Norbert Rainer, Geschäftsführer vom Klimabündnis OÖ, Bilanz und bedankt sich bei allen Engagierten.
Redaktion
- DIE MACHER
Fotos
Land OÖ/Simon Seher