„Es fehlt nicht am unternehmerischen Geist und Willen“
Das sagt Markus Auer mit Rückblick auf 2025. Und doch weiß auch er: Für Unternehmen war das kein einfaches Jahr. „Die längste Rezession der Nachkriegszeit, anhaltend hohe Energiekosten, geopolitische Unsicherheiten und eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft haben das Umfeld geprägt.“ Umso mehr freut es den Generaldirektor der VKB, dass die Position als eigenständige Bank für den privaten und unternehmerischen Mittelstand weiter ausgebaut werden konnte.
Ein Interview in Zahlen.
„Unsere Bilanzsumme ist erstmals auf über vier Milliarden Euro gestiegen und wir haben die höchste harte Kernkapitalquote in unserer Geschichte erreicht“, sagt Markus Auer spürbar stolz. Wer den Generaldirektor kennt, weiß: Stillstand ist für ihn und die unter seiner Führung strategisch neu ausgerichtete Bank keine Option. Die Modernisierung der Bank, Investitionen in Standorte und IT sowie die Expansion in Wien, Salzburg und der Steiermark sollen den Erfolg künftig weiter absichern.
4,1 Milliarden Euro Bilanzsumme und 5,5 Prozent Wachstum
… seien ein deutliches Signal dafür, dass die Bank ihren Wachstumskurs trotz anhaltender Rezession fortsetzen konnte. „Zum ersten Mal in der Geschichte der VKB haben wir die Marke von vier Milliarden Euro Bilanzsumme überschritten.“ Für Auer kein Zufall. „Das zeigt, dass wir unsere konsequente Transformation zu einer Bank für den unternehmerischen und privaten Mittelstand erfolgreich abgeschlossen haben.“ Aus dieser Position der Stärke fokussiert sich die VKB auf die nächste Etappe ihrer Weiterentwicklung und investiert gezielt in Filialen, IT und ihre Mitarbeiter.
20,1 PROZENT harte Kernkapitalquote
… sind ein historischer Wert – und bilden zugleich das Fundament für weiteres Wachstum. „Diese Kapitalstärke sichert unsere Eigenständigkeit und Widerstandsfähigkeit und bietet ein starkes Fundament für unsere weitere Expansion.“
5,3 PROZENT Wachstum bei den Primäreinlagen
… bestätigen das anhaltend hohe Vertrauen auf Kundenseite. Die Kundeneinlagen entwickelten sich positiv, die Nachfrage nach klassischen Sparformen blieb hoch. Eine Entwicklung, die auch den regionalen Wirtschaftskreislauf stärkt: Als Regionalbank investiert die VKB die Spareinlagen gezielt in Kredite für Unternehmen und Privatkunden in ihren Heimatregionen. „Unsere Geschäftstätigkeit stärkt den regionalen Wirtschaftskreislauf direkt, indem wir lokale Investitionen ermöglichen und sämtliche Steuern und Abgaben ausschließlich in Österreich leisten“, betont Auer. Damit trägt die VKB aktiv zu Wachstum und Wohlstand bei.
13.000 Genossenschafter
… hat die Volkskredit Verwaltungsgenossenschaft, in deren Eigentum die Bank steht. Diese Eigentumsstruktur sichert die Eigenständigkeit und prägt ihr Selbstverständnis: „Auf dem starken Fundament unseres erfolgreichen Geschäftsmodells und unserer genossenschaftlichen Eigentumsstruktur arbeiten wir konsequent an unserem Anspruch: Wir werden die beste eigenständige Bank für den unternehmerischen und privaten Mittelstand in Österreich.“
1,7 Milliarden Euro verwaltetes Wertpapiervermögen
… zeigen die zunehmende Bedeutung des Veranlagungsgeschäfts mit kompetenter, persönlicher Beratung. Neben klassischen Sparformen beschäftigen sich immer mehr Kunden mit langfristigem Vermögensaufbau.
1,2 Milliarden Euro Wohnbaukredite
… sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil des Geschäfts, sondern zeigen auch wieder Wachstum in einer in den vergangenen Jahren stark unter Druck stehenden Branche. „Es braucht jetzt Vertrauen und Planbarkeit, damit Betriebe wieder aktiver investieren können“, so Auer.
Zweistellige Millioneninvestitionen in Standorte und IT
… sind Ausdruck einer langfristigen Strategie. Das Filialnetz etwa wurde auch 2025 weiter modernisiert. „Nach Projekten in Rohrbach, Wels, Linz-Biesenfeld und Grieskirchen entstand Mitte Mai 2026 mit dem neuen Kompetenzzentrum in Gmunden bereits der nächste Beratungsleuchtturm.“ Während die Schließungen von Filialen in der Bankenbranche zunehmen, setzen Auer und sein Team bewusst auf regionale Präsenz und persönliche Beratung.
60 Stunden persönliche Beratung pro Woche
… erweisen sich als wertgeschätzter Teil des Geschäftsmodells. Während einige Banken ihre physische Präsenz reduzieren, investiert man weiterhin in Standorte und persönliche Beratung – neue Beratungsstandorte in Wien, Salzburg und der Steiermark zahlen auf diese Strategie ein. „Wir sind überzeugt: Gerade in Zeiten der KI ist die persönliche Beratung der entscheidende Wettbewerbsvorteil. Und in den investieren wir.“
646 Mitarbeitende
… tragen den Wachstumskurs der Bank täglich mit. „Unser wiederholter Erfolg ist kein Zufall: Er basiert auf dem Einsatz, der Fachkompetenz und der Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter.“ Man verstehe sich nicht nur als Bank für den Mittelstand, sondern auch als langfristiger Arbeitgeber in den Regionen. Themen wie Weiterbildung, flexible Arbeitsmodelle und die Förderung von Talenten gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Besonders stolz ist Auer auf das seit zwölf Jahren etablierte Frauennetzwerk, das mittlerweile ein fixer Bestandteil der Unternehmenskultur ist.
2027 wünsche ich mir
… mehr Planbarkeit, so Auer: „Der österreichische Mittelstand hat in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, wie widerstandsfähig er ist. Damit Unternehmen ihr Potenzial voll ausschöpfen können, braucht es jedoch verlässliche Rahmenbedingungen und mehr Planungssicherheit.“_
Redaktion
- David Bauer
Fotos
Cityfoto /
Roland Pelzl