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 Ehrenamt im Sport: Das unsichtbare Rückgrat Oberösterreichs
Katharina Diernberger, Geschäftsführerin SportsEconAustria (SpEA), Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner und Christian Helmenstein, Geschäftsführer SportsEconAustria (SpEA)
Schon gewusst

Ehrenamt im Sport: Das unsichtbare Rückgrat Oberösterreichs

8. Juli 2025

In Oberösterreich spielt das Ehrenamt im Sport eine zentrale Rolle, die weit über das Spielfeld hinausgeht. Die kürzlich veröffentlichte Studie „Ehrenamt im Sport in Oberösterreich“ beleuchtet die immense Bedeutung und die Herausforderungen dieses Engagements.

Sportvereine sind mehr als nur Orte der körperlichen Betätigung. Sie sind soziale Treffpunkte, die Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen und integrative sowie gesundheitliche Vorteile bieten. Ohne die freiwillige Arbeit der Ehrenamtlichen wären viele dieser Angebote und Projekte nicht möglich. Rund 96 Prozent der Arbeit im Sportbereich wird freiwillig erbracht, was die finanzielle und organisatorische Stabilität des Sports sichert. Die Bruttowertschöpfung dieser ehrenamtlichen Arbeit betrug im Jahr 2023 etwa 241 Millionen Euro.

Die Studie von Sportland Oberösterreich in Kooperation mit SportsEconAustria zeigt, dass das Ehrenamt vor großen Herausforderungen steht, insbesondere durch den demografischen Wandel und die Pensionierungswelle der „Baby-Boomer“-Generation. Die Corona-Pandemie hat zudem die Mitgliederzahlen und den Zugang neuer Ehrenamtlicher negativ beeinflusst. Dennoch sind die Motive für ehrenamtliches Engagement stark intrinsisch geprägt – der Wunsch, Gutes zu tun und Wissen weiterzugeben, steht im Vordergrund.

„Mit dieser Studie haben wir wertvolle Daten und Informationen erhalten, um das Ehrenamt zu fördern, zukunftsfähig zu gestalten und natürlich auch fest in der derzeit in Ausarbeitung befindlichen ‘Sportstrategie OÖ 2032+‘ zu verankern”, so Landesrat Markus Achleitner.

Strategien für die Zukunft

Um das Ehrenamt nachhaltig zu stärken, setzt Oberösterreich auf gezielte Maßnahmen. Die „Servicestelle Ehrenamt“ und ein Förderprogramm sind zentrale Elemente dieser Strategie. Besonders wichtig ist es, junge Neumitglieder für das Ehrenamt zu gewinnen, da der Eintritt ins Vereinsleben im Durchschnitt mit 22 Jahren erfolgt, während das ehrenamtliche Engagement meist erst mit 31 Jahren beginnt.

Die wirtschaftlichen Effekte des Ehrenamts im Sport sind enorm. Ohne die freiwillige Arbeit müssten die Vereine ihre Einnahmen erheblich steigern, um die gleiche Leistung zu finanzieren. Das Ehrenamt trägt nicht nur zur Gemeinschaft und Integration bei, sondern fördert auch die Gesundheit und das psychische Wohlbefinden der Engagierten.

Das Ehrenamt im Sport ist das Rückgrat der Vereinsstrukturen und trägt wesentlich zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Stabilität bei. Die Erkenntnisse der Studie sollen in die Entwicklung nachhaltiger Strategien einfließen, um das Ehrenamt langfristig zu stärken und den Nachwuchs zu fördern. Oberösterreich setzt auf eine starke Ehrenamtskultur, die die Zukunft des Sports im Land sichert.

Redaktion

  • Melanie Kashofer

Fotos

Land OÖ/ Margot Haag

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