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 Linz gestaltet Zukunft: Mehr als 100 Stakeholder*innen diskutieren das neue Wirtschaftsprogramm
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Linz gestaltet Zukunft: Mehr als 100 Stakeholder*innen diskutieren das neue Wirtschaftsprogramm

15. September 2026

Der Saal in der Tabakfabrik Linz war bis auf den letzten Platz gefüllt: Mehr als 100 Stakeholder*innen aus Wirtschaft, Forschung und Politik folgten der Einladung von Bürgermeister Dietmar Prammer und Wirtschaftsstadtrat Thomas Gegenhuber zur Präsentation des neuen Wirtschaftsprogramms der Stadt Linz. Das vom Gemeinderat am 2. Juli 2026 beschlossene Programm wurde erstmals einem breiten Kreis relevanter Akteur*innen vorgestellt – und stieß auf großes Interesse. 

„Linz ist im Fluss – und dieser Fluss hat Kraft, die weit über die Stadt hinauswirkt”, sagte Bürgermeister Dietmar Prammer in seinen Grußworten. Er verwies auf aktuelle Entwicklungen wie den massiven Ausbau des Technologiekonzerns ANDRITZ, der seine Produktionskapazitäten verdoppelt und bis zu 150 neue Arbeitsplätze schafft, sowie auf die Übernahme des Linzer KI-Startups EMMI.AI durch das französische Unternehmen Mistral. „Das Know-how bleibt hier. Linz wird weiter ausgebaut – als Standort für industrielle künstliche Intelligenz und hochqualifizierte Arbeitsplätze”, so Prammer. 

Das Programm basiert auf einer umfassenden Unternehmensbefragung mit knapp 1.000 Linzer Betrieben, einer Ökosystemanalyse sowie zahlreichen Gesprächen mit Stakeholdern aus Wirtschaft, Forschung und Verwaltung. „Dieses Wirtschaftsprogramm ist ein lebendiges Dokument. Es ist eine Arbeitsgrundlage – eine Zukunftsagenda, die wir laufend weiterentwickeln”, betonte Wirtschaftsstadtrat Thomas Gegenhuber. 

Sechs Leitlinien für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts 

Das neue Wirtschaftsprogramm setzt auf klare strategische Leitlinien, die als Orientierungsrahmen für die kommenden Jahre dienen: 

  • Industrielle Transformation aktiv mitgestalten 
  • Innovation, Unternehmen und neue Wertschöpfungspotenziale stärken 
  • Wirtschafts- und Lebensräume weiterentwickeln 
  • Talente gewinnen, qualifizieren und halten  
  • Verwaltung und Standortservice als Partnerin der Wirtschaft verstehen 
  • Linz national und international sichtbar machen. 

„Ein starker Wirtschaftsstandort ist auch immer ein lebenswerter Ort”, erklärte Gegenhuber. Im Zentrum stehen die Stärkung von Innovation und Unternehmertum, die Weiterentwicklung des Industriestandorts, die Gewinnung und Bindung von Fach- und Arbeitskräften sowie die Schaffung wirtschaftlicher und urbaner Räume. Besondere Chancen sehen Prammer und Gegenhuber in den beiden Zukunftsfeldern „Industrial Intelligence“ und „Clean Technologies“. Industrial Intelligence steht für die Verbindung von Industrie, Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz – etwa durch intelligente Produktionssysteme, digitale Zwillinge oder datengetriebene Prozessoptimierung. Clean Technologies umfassen klimafreundliche Technologien und Lösungen in puncto Wasserstoff, Carbon Management, Kreislaufwirtschaft oder Energiesysteme.Beide Felder bauen auf am Standort bestehende Stärken auf und sind Zukunftstechnologien in wachsenden Märkten mit großem Exportpotenzial.  

Ziel ist es, Linz als Standort der industriellen Erneuerung zu positionieren und jene Technologien weiterzuentwickeln, die künftig weltweit gefragt sein werden. „Linz wird auch in Zukunft ein starker Industriestandort bleiben. Die Industrie war und bleibt das Rückgrat unserer Stadt – sie sichert Arbeitsplätze, schafft Wertschöpfung und ist die Basis für unseren Wohlstand. Entscheidend wird aber sein, dass sich unsere Industrie weiterentwickelt und die notwendigen Transformationsprozesse aktiv mitgestaltet. Nur so können wir langfristig wettbewerbsfähig bleiben.“, so Gegenhuber.  

Dialog als Erfolgsfaktor 

Besonders wichtig war für Bürgermeister Prammer und Stadtrat Gegenhuber der dialogorientierte Ansatz der Veranstaltung: Die Teilnehmer*innen wurden in thematische Arbeitsgruppen eingeteilt und konnten sich intensiv mit konkreten Projekten und Fragestellungen auseinandersetzen. „Wirtschaftliche Entwicklung entsteht immer im Zusammenspiel: zwischen Unternehmen, Forschung, Startups, Verwaltung, Politik und den Menschen”, betonte Gegenhuber. „Die eigentliche Dynamik entsteht durch Sie.” 

Auch die Rolle der Verwaltung wurde thematisiert: „Unser Anspruch ist klar: Nicht die Unternehmen sollen laufen, sondern die Verfahren”, so Gegenhuber. Mit digitalisierten Prozessen, klaren Ansprechpartner*innen und der Stadt als Partnerin für Pilotprojekte soll Linz noch serviceorientierter werden. 

„Wenn uns das gelingt, dann wird aus diesem Programm genau das, was es sein soll: eine gemeinsame Zukunftsagenda für den Wirtschaftsstandort Linz”, resümierte Gegenhuber abschließend. Die Veranstaltung endete mit einem Networking, bei dem die Gespräche vertieft und erste Projektideen entwickelt wurden. Das neue Wirtschaftsprogramm ist unter nachfolgendem Link zu finden: wirtschaft.linz.at 

Dieses Wirtschaftsprogramm ist ein lebendiges Dokument. Eine Zukunftsagenda, die wir mit der Umsetzung laufend weiterentwickeln
Thomas Gegenhuber
Staddtrat Linz
Linz ist dann stark, wenn wir gemeinsam die Zukunft bauen
Dietmar Prammer
Bürgermeister Linz

Redaktion

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