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 Zwischen Aufwind und Unsicherheit
Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner (r.) und Teodoro D. Cocca (l.), Johannes Kepler Universität Linz, präsentierten heute den Standortbericht OÖ 2025 mit einem konjunkturellen Ausblick für Oberösterreich.
Schon gewusst

Zwischen Aufwind und Unsicherheit

19. Mai 2026

Oberösterreich zeigt sich wirtschaftlich robuster als viele erwarten, doch die Erholung bleibt fragil. Was der neue Standortbericht OÖ 2025 über den Zustand des Bundeslandes verrät, und warum gerade jetzt die Weichen für morgen gestellt werden.

Drei Jahre Rezession, geopolitische Turbulenzen, ein verunsicherter Welthandel und trotzdem: Oberösterreich hält. Der aktuelle Standortbericht OÖ 2025 zeichnet ein differenziertes Bild eines Bundeslandes, das unter Druck steht, aber nicht einbricht. Die Botschaft dahinter ist klar: Die Basis stimmt. Und wer jetzt richtig investiert, kann aus der Krise gestärkt hervorgehen.

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner bringt es auf den Punkt: „Die Stärke des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich beruht auf der Kombination aus industrieller Exzellenz, angewandter Forschung, nachhaltigen Technologien und qualitätsorientierter Innovation. Gerade in einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld gilt es, unsere Standortqualitäten zu sichern und weiterzuentwickeln. Der Standortbericht OÖ 2025 zeigt, dass wir dafür eine solide Basis haben.”

Das Bruttoregionalprodukt lag 2024 bei 82,5 Milliarden Euro, also rund 17 Prozent des gesamtösterreichischen BIP. Nur Wien liegt höher. Und beim Export behauptet sich das Bundesland hartnäckig an der Spitze: Mit 48,2 Milliarden Euro Ausfuhren im Jahr 2024 und einem Anteil von 25,4 Prozent aller österreichischen Exporte im ersten Halbjahr 2025 bleibt Oberösterreich das Exportbundesland Nummer eins. 

Auch der Arbeitsmarkt trotzt dem Gegenwind. Im April 2026 wies Oberösterreich eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent auf – der niedrigste Wert aller Bundesländer. „Trotz der Herausforderungen durch die internationalen Entwicklungen, die sich auf unser Bundesland als führenden Industrie- und Export-Standort besonders auswirken, setzt sich der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt in Oberösterreich auch heuer fort”, so Achleitner.

Fragile Erholung, klare Strategie

Wer auf Entwarnung hofft, muss sich gedulden. Wirtschaftsforscher Teodoro D. Cocca von der Johannes Kepler Universität Linz, der den konjunkturellen Ausblick im Standortbericht verantwortet, rechnet für 2026 mit einem Wachstum des realen Bruttoregionalprodukts von 0,9 Prozent, für 2027 mit 1,1 Prozent. Ein leises Plus, aber immerhin ein Plus. Doch der Wissenschafter mahnt zur Vorsicht: „Es ist zu berücksichtigen, dass diese Prognosen unter der Annahme eines weitgehend stabilen geopolitischen Umfelds erstellt wurden. Die jüngste Eskalation im Nahen Osten erhöht jedoch die globale Unsicherheit bereits früh im Jahr 2026. Erste Einschätzungen zum Konjunktureffekt deuten darauf hin, dass geopolitische Spannungen über mehrere Kanäle – insbesondere Energiepreise, Handelsströme und Investitionserwartungen – dämpfend auf die Konjunktur wirken können.”

Strukturell sieht Cocca die eigentliche Herausforderung in der Produktivität: Während die Wirtschaftsleistung 2023 und 2024 zurückging, stiegen die Löhne spürbar. Das drückt auf die Wettbewerbsfähigkeit. Für 2026 und 2027 wird zumindest eine leichte Stabilisierung erwartet. Und Oberösterreich solle dabei nicht im Wettbewerb über niedrige Kosten punkten, sondern über industrielle Exzellenz und technologische Spezialisierung – so die klare Ansage des Ökonomen.

Investieren, nicht abwarten

Dass Oberösterreich auch in schwierigen Zeiten innoviert, belegen die Zahlen eindrucksvoll: Mit 496 Patentanmeldungen ist das Bundesland 2025 zum zwölften Mal in Folge Spitzenreiter im österreichischen Vergleich. Die F&E-Ausgaben lagen 2023 bei 2,8 Milliarden Euro, rund 80 Prozent davon von der Wirtschaft getragen. Knapp 16.500 Personen arbeiteten im Forschungsbereich, und somit der höchste Wert seit 2017.

Für 2026 stellt das Land 113,8 Millionen Euro für Forschung und Wissenschaft bereit, ein neuer Rekord, um zehn Millionen Euro höher als im Vorjahr. Der Fokus liegt dabei auf Digitalisierung, Quantentechnologie und Künstlicher Intelligenz. Mit der neuen KI-Exzellenzstrategie soll Oberösterreich zur Pionierregion für industrielle KI werden. Parallel dazu läuft die Wasserstoff-Offensive 2030, die das Bundesland zum internationalen H2-Hotspot machen soll. Und im Sicherheitsbereich entsteht mit der Sicherheits-Allianz OÖ ein neues Standbein.

Der Standortbericht ist mehr Aufruf als Analyse. Oberösterreich setzt auf Tempo statt Abwarten, und zwar mit einem Rekordbudget von 451,3 Millionen Euro für das Standortressort 2026, mit 61 abgeschlossenen Ansiedlungs- und Erweiterungsprojekten im Vorjahr, die allein 767 Millionen Euro Investitionsvolumen und 1.501 neue Arbeitsplätze gebracht haben. „Wir warten nicht darauf, dass eine konjunkturelle Erholung Wirkung zeigt. Wir setzen selbst Impulse, um die Wirtschaft in unserem Bundesland zu stärken”, so der Wirtschafts-Landesrat. Ob Google-Rechenzentrum, dm-Logistikzentrum in Kronstorf oder die Erweiterungen von FACC und GE Healthcare: Die Vorzeichen stimmen. Das Comeback läuft. Leise noch, aber beständig.

Redaktion

  • Melanie Kashofer

Fotos

Land OÖ / Denise Stinglmayr

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