Jeder zweite „Corona-Arbeitslose“ wieder in Beschäftigung

Jeder zweite „Corona-Arbeitslose“ in OÖ wieder in Beschäftigung

Um die größte Krise der Zweiten Republik zu bewältigen, hat die oberösterreichische Landesregierung ein 580 Millionen Euro schweres Paket geschnürt. Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner zieht nun eine erste Zwischenbilanz.

„Bei unserem Oberösterreich-Paket haben wir vor allem zwei Zielsetzungen verfolgt“, erklärt LR Achleitner auf der Pressekonferenz in Linz. Zum einen solle um jeden Arbeitsplatz und um jeden Betrieb in Oberösterreich gekämpft werden und zum anderen gehe es darum, mit den Unterstützungsmaßnahmen der Landesregierung die Hilfspakete des Bundes zu ergänzen. Doppelförderungen seien nicht das Ziel, vielmehr solle die Hilfe des Landes dort wirksam sein, wo die des Bundes zu wenig oder gar nicht greifen. „Jetzt, vor Beginn des sicherlich herausfordernden Herbstes, haben wir erhoben, wie sich das Oberösterreich-Paket bisher auf den Arbeitsmarkt und die Unternehmen ausgewirkt hat“, erklärt Achleitner.

Der Wirtschafts-Landesrat zeigt sich von den bisherigen Bestrebungen am Arbeitsmarkt überzeugt: „Oberstes Ziel in der Coronakrise war und ist es, möglichst viele Menschen in Oberösterreich in Beschäftigung zu halten oder rasch wieder in Beschäftigung zu bringen. Daher ist es erfreulich, dass gerade Oberösterreichs Betriebe überdurchschnittlich stark das Corona-Kurzarbeitsmodell des Bundes genutzt haben, um so Kündigungen zu vermeiden.“ Ungefähr die Hälfte der Oberösterreicher, die durch die Krise arbeitslos geworden sind, konnten laut Achleitner bereits wieder in Beschäftigung gebracht werden. Nichtsdestotrotz wist das Bundesland aktuell mit 6,2 Prozent nach wie vor eine erhöhte Arbeitslosigkeit auf.

Ein schwieriger Herbst

„Jeder Arbeitslose ist einer zu viel. Darüber hinaus ist im Herbst in einigen Bereichen ein weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit zu befürchten. Daher hat das Land Oberösterreich auch ein eigenes Arbeitsmarktpaket geschnürt, insbesondere mit finanziellen Unterstützungen für Qualifizierungsmaßnahmen, etwa im Rahmen von Stiftungen oder arbeitsplatznahen Qualifizierungen. Außerdem werden in Oberösterreich heuer im Rahmen des Paktes für Arbeit und Qualifizierung mehr als 247 Millionen Euro für aktive Arbeitsmarktpoitik aufgewendet. Rund 100.000 Menschen in unserem Bundesland profitieren von den Maßnahmen des Paktes“, so Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.

„Wir haben seit Beginn der Coronakrise versprochen, dass wir keine Oberösterreicherin und keinen Oberösterreicher in dieser schwierigen Zeit alleine lassen. Wir setzen alles daran, die Gesundheit der Menschen zu erhalten. Darüber hinaus wollen wir insbesondere auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft die Menschen bestmöglich unterstützen. Im Zusammenwirken mit den umfassenden Hilfsmaßnahmen des Bundes ist und das mit dem Oberösterreich-Paket zur Bewältigung der Corona-Krise bisher gut gelungen, wie der aktuelle Umsetzungsstand dieses Pakets, aber auch rasche Sofortmaßnahmen wie für St. Wolfgang belegen.“

(v.l.:) Univ.-Prof. Dr. Teodoro D. Cocca, Johannes Kepler Universität Linz, und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner bei der Pressekonferenz in Linz.