Die Wunschliste der Wirtschaftskammer

Wirtschaftskammer präsentiert ihre Wunschliste

Anlässlich einer Sitzung des Wirtschaftsparlaments präsentierten Doris Hummer, Präsidentin der Wirtschaftskammer Oberösterreich (WKOÖ), und Hermann Pühringer, Direktor der WKOÖ ihre Wünsche an die neue Bundesregierung, die im September gewählt werden wird.

„Die geplante Steuerreform soll umgesetzt werden und die Lohnnebenkosten, vor allem für Arbeitnehmer über 55 Jahren, müssen sinken“, fordert Hummer. Weitere Punkte auf der Wunschliste: Die Eindämmung der Bürokratie, Bekämpfung des Fachkräftemangels mit einer Joboffensive und Investitionen in Innovation und Digitalisierung, vor allem im Bereich Breitband-Internet und 5G-Ausbau.

"Wir setzten auch um!"

Die Wirtschaftskammer fordere aber nicht nur, sondern setze „dort, wo wir es in der Hand haben“ selbst um. Hummer nennt in diesem Zusammenhang unter anderem die Etablierung der Dualen Akademie, die Einführung von Branchenverbünden und des Kooperationsservices und die Exportcenter Academy. „Mit all diesen Maßnahmen leistet die WKOÖ ihren Beitrag für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort“, so Hummer.

Unternehmer mit Service zufrieden

Die Unternehmer selbst scheinen mit dem Service der Wirtschaftskammer sehr zufrieden zu sein. „96 Prozent der WKOÖ-Servicekunden würden eine Anfrage bei der WKOÖ weiterempfehlen“, zitiert Pühringer eine Umfrage des Market-Institutes im Auftrag der WKOÖ. Befragt wurde eine Auswahl an Personen, die telefonische Anfragen gestellt hatten. Jährlich werden im Service-Center der WKOÖ über 150.000 solcher Anfragen gestellt.

Wirtschaftsprognose

Laut dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) habe die Weltwirtschaft den Konjunkturhöhepunkt 2018 erreicht. In den nächsten Jahren wird eine Abschwächung der Wachstumsdynamik erwartet. Im Durchschnitt der Prognoseperiode 2019/2023 wird die österreichische Wirtschaft um 1,6 Prozent pro Jahr (2014/2018: +1,8 Prozent pro Jahr) wachsen – etwas stärker als der Durchschnitt des Euro-Raumes.