Geförderter Wohnbau: Quo vadis?

Thema Mobilität

Neben dem großen Thema der Grundstücksknappheit sollte man sich zukünftig im Zuge der Wohnraumschaffung mehr mit dem Thema Mobilität befassen. „Unser Individualverkehr ist für die Infrastruktur und Umwelt bereits an der Grenze. Wir brauchen regionale Mobilitätskonzepte“, fordert Haubenwallner. Die Anforderungen im Bereich Mobilität seien in der Stadt und am Land völlig unterschiedlich: Auf der Linzer Landstraße mit perfekter öffentlicher Verkehrsanbindung braucht man nicht pro Wohnungseinheit einen Autostellplatz. Am Land sorgt aber die gesetzliche Grenze von zwei Stellplätzen pro Wohneinheit oft für Probleme. „Der Mann braucht das Auto, um in die Arbeit zu kommen. Die Frau benötigt ein Auto zum Einkaufen und für Arztbesuche mit den Kindern. Später kommt dann ein drittes Auto von den Kindern dazu und kurz darauf noch ein viertes Auto vom Freund der Tochter. Wenn dann noch Besuch kommt, weiß man überhaupt nicht mehr, wohin mit den vielen Pkw“, erzählt Haubenwallner von Klagen von Gemeinden über geparkte Autos am öffentlichen Gut. Die Politik müsse in allen Bereichen mit flexibleren Regelungen auf die neuen Entwicklungen reagieren. Dazu Haubenwallner: „Die vielen gesetzlichen Normen schränken uns extrem ein und verteuern den gemeinnützigen Wohnbau. ‚Junges Wohnen’ ist ein guter Ansatz in die richtige Richtung – daran muss man weiter feilen und neue Konzepte kreieren.“ Damit gemeinnützige Wohnbauunternehmen wie die GSG auch zukünftig leistbaren Wohnraum für individuelle Bedürfnisse wie in Lenzing-Mitte schaffen können.

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