

Die Energieversorgung bleibt ein zentrales Thema in Oberösterreich, insbesondere angesichts des bevorstehenden Winters und der geopolitischen Unsicherheiten. Wirtschafts- und Energie-Landesrat Markus Achleitner hebt hervor: „Die Energiewende in Oberösterreich läuft auf Hochtouren. Um den Standort langfristig abzusichern, beschleunigen wir den Ausbau erneuerbarer Energien und der Netzinfrastruktur.“
Die Erdgasversorgung in Österreich ist für den kommenden Winter gewährleistet. Die Speicher sind zu über 90 Prozent gefüllt, das entspricht rund 93 TWh. Trotz des Lieferstopps der Gazprom gelangen weiterhin Erdgaslieferungen aus Russland nach Österreich. Dennoch steht ein Umbruch bevor: Ab 2025 soll kein russisches Gas mehr über die Ukraine transportiert werden. „Diese Entwicklungen erfordern den raschen Umstieg auf erneuerbare Energien und den Ausbau der Netzinfrastruktur für Strom und Wasserstoff,“ betont Landesrat Achleitner.
Aktuelle Daten belegen, dass Oberösterreich bei der Energiewende führend ist:
Auch der Energieverbrauch ging insgesamt zurück: Minus vier Prozent gegenüber 2022, wobei der Industrieverbrauch um drei Prozent und der private Verbrauch um sechs Prozent sanken.
Die Versorgungssicherheit soll durch gezielte Projekte wie den WAG-Loop (West-Austria-Gasleitung) erhöht werden. Nach Fertigstellung steigt die Importkapazität aus Deutschland und Italien auf 212 TWh pro Jahr. „Zudem ist die Umrüstung der bestehenden Erdgas-Infrastruktur für Wasserstoff essenziell, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie langfristig zu sichern,“ erklärt Achleitner.
Mit der Initiative „Wasserstoff Valley“ setzt Oberösterreich neue Maßstäbe: 578 Millionen Euro sollen bis 2028 in die regionale Produktion und Nutzung von grünem Wasserstoff investiert werden. Die EU verhandelt über eine Startförderung von 20 Millionen Euro für das Projekt. Sechs Projekte mit einer Investitionssumme von 385 Millionen Euro werden in Oberösterreich realisiert.
„Das Wasserstoff Valley ist das einzige Projekt in Europa mit Fokus auf industrielle Anwendungen wie grünen Stahl und Chemie. Es zeigt, dass auch Binnenländer ohne Offshore-Wind wettbewerbsfähigen grünen Wasserstoff bereitstellen können,“ so Achleitner.
Für die weitere Energiewende und Versorgungssicherheit fordert Oberösterreich von der künftigen Bundesregierung unter anderem:
E-Control-Vorstand Wolfgang Urbantschitsch betont: „Die Gasversorgung ist auch ohne russisches Gas gesichert. Ab 2025 übernehmen vermehrte Importe aus Deutschland und Italien die Versorgung.“ Österreichs Jahresbedarf liegt bei 75 TWh, während die verfügbaren Kapazitäten 185 TWh ausmachen.
Ab Januar 2024 müssen Haushalte mit höheren Energiekosten rechnen: Stromnetzentgelte steigen in Oberösterreich um 25 Prozent (+70 Euro/Jahr), Gasnetzentgelte erhöhen sich um 29 Prozent (+100 Euro/Jahr). Ursache sind gestiegene Investitionen in das Netz und ein rückläufiger Verbrauch. Dennoch können Verbraucherinnen und Verbraucher durch Lieferantenwechsel sparen – bis zu 550 Euro jährlich.
Das Fazit: Mit ambitionierten Projekten und klaren Forderungen treibt Oberösterreich die Energiewende voran. Landesrat Achleitner fasst zusammen: „Erneuerbare Energien und eine moderne Infrastruktur sichern unsere Zukunft – für die Wirtschaft, die Bevölkerung und das Klima.“
Land OÖ / Denise Stinglmayr
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