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                                    17hoch und nur die mit ausgefahrenen Ellenbogen kamen voran. Nicht die Besten. Sondern die Lautesten und Skrupellosen. Und meist M%u00e4nner.%u201cWenn%u2019s kein Vorbild gibt %u2026 %u2026 dann musst du eben selbst eines werden. Barbara machte, was zu dieser Zeit kaum jemand gemacht hatte: Sie fand sowohl in ihrem Familienleben als auch in ihrem Unternehmerinnendasein ihre Erf%u00fcllung. %u00c4hnlich war es drei Jahre sp%u00e4ter auch bei Anita. Da kam n%u00e4mlich ihr erstes Kind zur Welt, heute sind es drei. Und wenn man so will, ist das Erfolgsgeheimnis dahinter, dass die beiden sich erg%u00e4nzen: %u201eWir sind ein perfect match%u201c, sagt Anita.So sehr sich die beiden Kommunikationsexpertinnen auch in vielen Bereichen erg%u00e4nzen, eines ist komplett ident: ihr Mindset zum Unternehmertum. %u201eWir legen in der Agentur Wert darauf, dass wir miteinander ein gutes Arbeitsumfeldleben. F%u00fcr uns und unsere Kunden. Fachlich kompetent, aber keine Gewinnmaximierung um jeden Preis%u201c, erkl%u00e4rt Barbara. %u201eUnd es ist uns gelungen, jene Kunden f%u00fcr uns zu gewinnen, die diese Werte teilen.%u201cAuf Kommunikation haben sich Anita und Barbara von Anfang an spezialisiert %u2013 %u201ewir wollten nicht die 70. Full-Service-Agentur sein%u201c, sagt Barbara. Unter Kommunikation verstehe sie vor allem: Wie gestaltet man den Dialog? %u201eWenn wir von Kommunikation reden, dann geht es nicht (nur) darum, laut zu sein %u2013 sondern klug.%u201c Eine erfolgreiche Kommunikationsstrategie schaffe einerseits Vertrauen bei Kunden und st%u00e4rke andererseits auch intern das Employer Branding. Barbaras Augen leuchten, wenn sie dar%u00fcber Nicht das beste Auto, sondern das beste LebenDas Telefon klingelt in Dauerschleife, im Meetingraum ist jeder Platz besetzt, schnell noch ein Kaffee, und los geht%u2019s mit der kilometerlangen Todo-Liste f%u00fcr die Woche. So in etwa stellt man sich den typischen Montagvormittag in einer Agentur vor. Und dann kommt alles ganz anders. Katharina und Franziska rollen ihre Yogamatten zusammen, Barbara bedankt sich beim Trainer f%u00fcr die tolle Stunde und Milo macht es sich unter Madeleines Schreibtisch gem%u00fctlich (nachdem so ziemlich alle mal liebevoll durch sein schwarz gelocktes Fell gestreichelt haben). %u201eYoga tut uns allen gut, entspannt und ist der beste gemeinsame Start in eine neue Woche%u201c, erkl%u00e4rt Anita. Und nein, dazu haben sie sich nicht erst entschieden, als der Begriff New Work zum Trendwort geworden ist, %u201edas machen wir schon seit zehn Jahren%u201c. Genau das scheint die beiden Gesch%u00e4ftsf%u00fchrerinnen offenbar auszumachen: Sie gestalten Kommunikation und Arbeitskultur aktiv mit. Welche tragenden Entscheidungen zu ihrem Erfolg gef%u00fchrt haben, warum sie sich immer wieder dazu entscheiden w%u00fcrden, sich selbstst%u00e4ndig und viele Dinge anders zu machen als die anderen, dar%u00fcber unterhalten wir uns in ihrer Agentur mit W%u00e4nden, die so hoch sind, dass locker zwei Stockwerke Platz haben w%u00fcrden %u2013 im wundersch%u00f6nen Altbau in der Linzer Scharitzerstra%u00dfe. Die 3 ENTSCHEIDUNGEN,  die Anita Reschreiter und Barbara  Lamb zum pers%u00f6nlichen Erfolg  gef%u00fchrt haben  Mut zum Risiko%u201eDanke, das ist schmeichelhaft, aber ich bin keine Selbstst%u00e4ndige.%u201c Das war Barbaras erste Reaktion, als Anita sie im Jahr 2009 fragte, ob sie nicht bei ihr in der Agentur einsteigen m%u00f6chte. Anita hatte ein Jahr zuvor den Schritt in die Selbstst%u00e4ndigkeit gewagt. Barbara kannte sie schon gut von ihrer gemeinsamen Zeit im Marketing bei Berglandmilch; aus Kolleginnen sind Freundinnen geworden. Und wenig sp%u00e4ter dann doch auch CoUnternehmerinnen.Was Barbara damals besonders bewegte: Sie hatte bei Fusionen und Zusammenlegungen erlebt, welchen kraftvollen Beitrag gute interne Kommunikation f%u00fcr die Unternehmenskultur leistet. %u201eEs geht dabei ja immer um Menschen und das Miteinander von Menschen.%u201c Gleichzeitig wollte sie als junge Mutter nicht zwischen Kind und Karriere w%u00e4hlen m%u00fcssen. %u201eDer Druck war damals Es geht nicht (nur) darum, laut zu sein, sondern klug. Barbara LambGesch%u00e4ftsf%u00fchrerin, Impuls Kommunikationsagentur 
                                
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