84

Mein Team

_Mein Projektteam für den JKU 

Karrieretag ist mit vier Frauen ausschließlich 

weiblich. Das Team bei der Kepler Society, dem 

Alumniclub und dem Karrierecenter der JKU 

Linz besteht aus sechs Frauen und einem Mann.

Mein Job

_Als Projektleiterin des JKU Karriere-

tages bin ich für die komplette Organisation und 

Durchführung der Job- und Karrieremesse der Jo-

hannes Kepler Universität verantwortlich.

Haben Frauen einen anderen Führungsstil?

_

Der eigene Führungsstil spiegelt immer die per-

sönlichen Erfahrungen, die man in seinem Leben 

bisher gemacht hat. Tendenzielle Unterschiede 

im Führungsstil zwischen Frauen und Männern 

haben ihren Ursprung aus meiner Sicht deshalb 

hauptsächlich darin, dass Frauen oftmals anders 

begegnet wird und sie anders behandelt werden 

als Männer. 

Erfahrungen und durch die jeweilige Situation 

bedingt und weniger durch das Geschlecht. All-

gemein zeigen Studien, dass Frauen einen eher 

kooperativen Führungsstil an den Tag legen und 

dass dieser Führungsstil der zukunftsfähigste für 

alle Generationen ist. Dies würde jedenfalls für 

eine höhere Führungsquote unter Frauen spre-

chen. 

Das ist typisch weiblich an meinem Führungs-
stil

_Meine Stärke ist meine Authentizität. Mein 

Führungsstil ist geprägt von meiner positiven 

Grundhaltung anderen gegenüber und meiner 

tiefen Überzeugung, dass Menschen gemeinsam 

Großes erreichen können, wenn der Raum dafür 

geschaffen wird.

Unsere Unternehmenskultur

_ist wertschätzend, 

familiär mit einem hohen Teamspirit, wo Leis-

tungsorientierung und proaktive Lösungsansätze 

zählen.

Wichtig ist mir bei meinen Mitarbeitern, dass

_

sie meine Leidenschaft und Begeisterung teilen, 

ich ihnen vertrauen kann und sie loyal sind.

Wie bekommen Sie Familie und Beruf unter 
einen Hut?

_Ehrlich gesagt, fühlt es sich manch-

mal wie eine unlösbare Aufgabe an, da ich sehr 

hohe Ansprüche an mich als Mutter sowie auch 

als Führungskraft stelle. Mit dem richtigen Um-

feld – privat und beruflich – ist es dennoch mög-

lich, beide Rollen unter einen Hut zu bekommen. 

Meine Tochter ist zwölf, meine beiden Söhne sind 

zehn und sieben Jahre alt. 

Sind Sie Mitglied eines Frauennetzwerkes?

_

Ich bringe mich in themenbezogenen Netzwerken 

ein, in denen ich mit meinen Erfahrungen und 

Kompetenzen punkten und etwas für meine Be-

reiche mitnehmen kann. Die Geschlechterkom-

ponente ist auch hier für mich nicht vorrangig. 

#

 Rita Pollak

28, Kepler Society und  
Projektleiterin JKU Karrieretag

Frauen  

sammeln andere 

Erfahrungen.

Das ist typisch weiblich an meinem Führungs-
stil

_Als eher weibliches Attribut in meinem Füh-

rungsstil sehe ich meine Lösungs- und Konsens-

orientiertheit: Manche Männer sind zu stolz, um 

ihren Standpunkt zu ändern, oder wollen sich 

unbedingt durchsetzen. Das fällt Frauen, glaube 

ich, etwas leichter.

Unsere Unternehmenskultur

_Bei uns herrscht 

ein vertrauensvoller, wertschätzender Umgang, 

kombiniert mit einer gesunden, offenen Feed-

backkultur. Unsere Unternehmenskultur in der 

Kepler Society ist meinem eigenen Führungsver-

ständnis insofern relativ ähnlich.

Wichtig ist mir bei meinen Mitarbeitern, dass

_

ich mich auf sie verlassen kann, alle zusammen an 

einem Strang ziehen, sie offen mit mir umgehen 

und Rücksicht auf die Kollegen nehmen.

Wie bekommen Sie Familie und Beruf unter 
einen Hut?

_Ich studiere derzeit neben meiner 

beruflichen Tätigkeit auch noch Rechtswissen-

schaften an der JKU. Eine gute Organisation ist 

das Wichtigste. 

Sind Sie Mitglied eines Frauennetzwerkes?

_

Nein, das hat sich für mich bisher einfach noch 

nicht ergeben.