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Mein Team
_Mein Projektteam für den JKU
Karrieretag ist mit vier Frauen ausschließlich
weiblich. Das Team bei der Kepler Society, dem
Alumniclub und dem Karrierecenter der JKU
Linz besteht aus sechs Frauen und einem Mann.
Mein Job
_Als Projektleiterin des JKU Karriere-
tages bin ich für die komplette Organisation und
Durchführung der Job- und Karrieremesse der Jo-
hannes Kepler Universität verantwortlich.
Haben Frauen einen anderen Führungsstil?
_
Der eigene Führungsstil spiegelt immer die per-
sönlichen Erfahrungen, die man in seinem Leben
bisher gemacht hat. Tendenzielle Unterschiede
im Führungsstil zwischen Frauen und Männern
haben ihren Ursprung aus meiner Sicht deshalb
hauptsächlich darin, dass Frauen oftmals anders
begegnet wird und sie anders behandelt werden
als Männer.
Erfahrungen und durch die jeweilige Situation
bedingt und weniger durch das Geschlecht. All-
gemein zeigen Studien, dass Frauen einen eher
kooperativen Führungsstil an den Tag legen und
dass dieser Führungsstil der zukunftsfähigste für
alle Generationen ist. Dies würde jedenfalls für
eine höhere Führungsquote unter Frauen spre-
chen.
Das ist typisch weiblich an meinem Führungs-
stil
_Meine Stärke ist meine Authentizität. Mein
Führungsstil ist geprägt von meiner positiven
Grundhaltung anderen gegenüber und meiner
tiefen Überzeugung, dass Menschen gemeinsam
Großes erreichen können, wenn der Raum dafür
geschaffen wird.
Unsere Unternehmenskultur
_ist wertschätzend,
familiär mit einem hohen Teamspirit, wo Leis-
tungsorientierung und proaktive Lösungsansätze
zählen.
Wichtig ist mir bei meinen Mitarbeitern, dass
_
sie meine Leidenschaft und Begeisterung teilen,
ich ihnen vertrauen kann und sie loyal sind.
Wie bekommen Sie Familie und Beruf unter
einen Hut?
_Ehrlich gesagt, fühlt es sich manch-
mal wie eine unlösbare Aufgabe an, da ich sehr
hohe Ansprüche an mich als Mutter sowie auch
als Führungskraft stelle. Mit dem richtigen Um-
feld – privat und beruflich – ist es dennoch mög-
lich, beide Rollen unter einen Hut zu bekommen.
Meine Tochter ist zwölf, meine beiden Söhne sind
zehn und sieben Jahre alt.
Sind Sie Mitglied eines Frauennetzwerkes?
_
Ich bringe mich in themenbezogenen Netzwerken
ein, in denen ich mit meinen Erfahrungen und
Kompetenzen punkten und etwas für meine Be-
reiche mitnehmen kann. Die Geschlechterkom-
ponente ist auch hier für mich nicht vorrangig.
#
Rita Pollak
28, Kepler Society und
Projektleiterin JKU Karrieretag
Frauen
sammeln andere
Erfahrungen.
Das ist typisch weiblich an meinem Führungs-
stil
_Als eher weibliches Attribut in meinem Füh-
rungsstil sehe ich meine Lösungs- und Konsens-
orientiertheit: Manche Männer sind zu stolz, um
ihren Standpunkt zu ändern, oder wollen sich
unbedingt durchsetzen. Das fällt Frauen, glaube
ich, etwas leichter.
Unsere Unternehmenskultur
_Bei uns herrscht
ein vertrauensvoller, wertschätzender Umgang,
kombiniert mit einer gesunden, offenen Feed-
backkultur. Unsere Unternehmenskultur in der
Kepler Society ist meinem eigenen Führungsver-
ständnis insofern relativ ähnlich.
Wichtig ist mir bei meinen Mitarbeitern, dass
_
ich mich auf sie verlassen kann, alle zusammen an
einem Strang ziehen, sie offen mit mir umgehen
und Rücksicht auf die Kollegen nehmen.
Wie bekommen Sie Familie und Beruf unter
einen Hut?
_Ich studiere derzeit neben meiner
beruflichen Tätigkeit auch noch Rechtswissen-
schaften an der JKU. Eine gute Organisation ist
das Wichtigste.
Sind Sie Mitglied eines Frauennetzwerkes?
_
Nein, das hat sich für mich bisher einfach noch
nicht ergeben.