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phie: „Wir wollen die Erweiterung wirklich Schritt für Schritt machen. Uns war 

es wichtig, dass wir in Österreich eine solide Basis haben, bevor wir Deutschland 

erobern.“ Dennoch geht es schnell vorwärts. „Wir wachsen jedes Jahr um mehr 

als 100 Prozent, in Österreich sind wir hinter dem Jö Bonus Club auf Platz zwei. 

Langfristig wollen wir Marktführer in der gesamten EU werden.“ 

Der nötige Treibstoff für diese Expansion ist schon gesichert: Anfang des Jahres 

investierten die deutsche Fentus Gruppe und Business Angel Hansi Hansmann 

in Hello Again. Damit schlossen sie sich Runtastic-Gründer Florian Gschwandt-

ner an, der von Anfang an mit im Boot war. Tretter war neben der Arbeit an der 

von ihm mitgegründeten Social-Media-Plattform Szene 1 auch mehrere Jahre 

Produktentwickler bei Runtastic. Dort arbeitete er direkt mit Gschwandtner zu-

sammen, und als Tretter diesem von seiner Idee für Hello Again erzählte, war 

der erste Investor gewonnen „Eigentlich wollte ich Florian bei einem Essen sanft 

darauf vorbereiten, dass ich nicht mehr lange bei Runtastic dabei sein werde und 

etwas Eigenes machen will. Da hat er gleich gesagt, er ist dabei.“ 

WER HAT, DER HAT

Auch die restlichen Investoren und Geschäftspartner ergaben sich aus Tretters 

Netzwerk: Für die Managementerfahrung holte er von Anfang an seinen Onkel 

und Ex-Pago-CEO Hubert Tretter mit ins Boot. Mitgründer Mario Pecile brach-

te als ehemaliger Marketing- und Werbungsleiter von REWE Know-how in der 

Kundenbindung mit. „Da sind eine unglaubliche Erfahrung und viel Gespür ins 

Unternehmen gekommen“, sagt Tretter. Auch Tretter selbst war als Mitgründer 

von Szene 1 kein Neuling in der Start-up-Branche. „Da habe ich schon einige 

Ups und Downs miterlebt, mit diesen Erfahrungen geht man natürlich etwas 

anders an eine Gründung heran“, sagt er. Von Anfang an war ihm wichtig, dass 

Hello Again sich aus dem eigenen Cashflow finanziert. Dazu gehörte auch, dass 

er schon beim Start wusste, dass seine Idee sich verkaufen lässt – schon vor der 

Gründung hatte er den ersten Kunden gesichert. „Wir haben uns im Vorfeld den 

Markt genau angeschaut. Da war schon abzusehen, dass Kundenbindung ein 

großes Thema sein wird“, sagt Tretter.  

Das solide Fundament hat sich für Hello Again bezahlt gemacht. „Wir haben 

jetzt ein erprobtes Konzept. Außerdem zeigt die gute Zusammenarbeit mit un-

seren ursprünglichen Investoren, dass wir verlässlich sind. Ich glaube, das war 

einer der Hauptgründe dafür, dass wir noch mehr Investoren angezogen haben. 

Wenn die Grundlagen stimmen, ergibt sich vieles von selbst.“ Vielleicht war 

auch das Herzblut von Franz Tretter nicht unwesentlich für den Erfolg. Denn 

am meisten Freude bereitet ihm immer noch sein Produkt: „Wenn man eine tol-

le App programmiert, die nicht hundert halbherzige Features hat, sondern fünf, 

die ihre Funktion perfekt erfüllen, dann macht einen das richtig zufrieden.“_

Gedanken

Der beste berufliche Ratschlag, den ich je bekommen 
habe
_Such dir ein starkes Team! 

Talent oder Fleiß – ich entscheide mich für_Fleiß, denn 
ohne vollen Einsatz baut man keine Firma auf

Hätte ich kein Start-Up gegründet, wäre ich_Maschinenbauer 

geworden, auf jeden Fall hätte ich irgendetwas bauen wollen

Wenn ich mir eine Sache wünschen könnte, wäre das_
ein topmodernes, für alle zugängliches Bildungssystem 
in Österreich

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