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… über die Technologie nach 5G:
Die Technologien und Übertragungsproto-
kolle entwickeln sich in etwa alle zehn Jahre
weiter. Das Jahr 2030 ist also durchaus ein
realistischer Zeithorizont für die 6G-Techno-
logie.
Unsere Welt wird sich virtualisieren
.
Ein Anwendungsbeispiel, das schon sehr nahe
ist, ist die Behebung von Leitungsstörungen
mithilfe einer virtuellen Brille. Es wird mög-
lich sein, durch Wände und Straßen durch-
zusehen und genau erkennen zu können, wo
Leitungen verlaufen, ohne dafür Bauarbeiten
zu veranlassen. Man wird sogar Hologramme
von Gebäuden und ganzen Ortschaften er-
stellen können. All diese Anwendungen wird
5G vorantreiben. Und das wird
unser Leben
grundlegend verändern
– schon in den
nächsten zehn Jahren._
… im Faktencheck zu Auswirkungen
auf Gesundheit und Umwelt:
Verschwörungstheoretikern kann man nur schwer beikommen.
Derzeit gibt es jedenfalls keine medizinische Beweislage, dass
Mobilfunk gesundheitsgefährdend ist. Die Mobilfunkimmis-
sionswerte des FMK (Forum Mobilkommunikation) zeigen: Die
von der WHO vorgesehenen
Grenzwerte werden um den Faktor
100 unterschritten
. Und diese festgesetzten Grenzwerte liegen
wiederum um den Faktor 50 unter jenem Wert, von dem man
angenommen hat, dass er gesundheitsgefährdend sein könnte.
Es gibt derzeit also keine Indikationen, dass Mobilfunk in
irgendeiner Form Beeinträchtigungen herbeiführt. Die Frequenz
von 3,5 GHz, die 5G im Outdoorbereich nutzt, bringt eine
wesentlich geringere Strahlenbelastung mit sich als der WLAN-
Router zuhause, der auf 2,4 und 5 GHz funkt. Wer sich wegen
der Strahlenbelastung unwohl fühlt, sollte also eher seinen
WLAN-Router ausschalten, als Angst vor 5G zu haben.
Außerdem fallen wegen der 5G-Technologie
keine Vögel vom
Himmel
. Die Berichte über etwaige Vorfälle im niederländischen
Den Haag waren schlichtweg falsch – dort hat es nie einen
5G-Sender gegeben. Zudem wird immer noch regelmäßig eine
österreichische Studie zitiert, wonach es in einer Region mit
einem Mobilfunkstandort ebenfalls zu gesundheitlichen Bela-
stungenn gekommen sein soll. Es wurde jedoch schon längst
wissenschaftlich nachgewiesen, dass diese Studie falsch ist. Der
in der Studie angeführte Mobilfunkstandort war nie in Betrieb.
Unser Leben wird sich in
den nächsten zehn Jahren
grundlegend verändern.
Stefan Gintenreiter
Geschäftsführer, Liwest
Vernetze
Mitarbeiter.
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