172

derösterreich und das Burgenland tätig, bevor er 

2004 schließlich zum Chief Operation Officer für 

Österreich befördert wird. „Ich liebe den Teamspi-

rit im Fußball, aber irgendwann habe ich bemerkt, 

dass ich aufgrund meiner beruflichen Auslastung 

eigentlich kein Mehrwert mehr für die Mannschaft 

bin. Auch wenn es schmerzlich war, habe ich mich 

dazu entschieden, mich als Aktiver zurückzuzie-

hen. In einem Team gibt es einfach keinen Platz 

für Selbstempfindlichkeiten und Egoismus. Das 

gilt sowohl im Sport als auch im Geschäftsleben.“ 

Seither verfolgt er den Fußball nur noch vor dem 

Fernseher oder am Sportplatz.

DER SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG 

LIEGT IN DER VORBEREITUNG

Der Fokus auf den Job macht sich bezahlt. Im Jahr 

2012 übernimmt der pensionierte Fußballer als 

CEO die Leitung von ISS Österreich. Sein Mentor 

Gerhard Marischka steht ihm dabei bis heute als 

Aufsichtsratsvorsitzender beratend zur Seite. 2020 

markiert dabei das schwierigste Jahr, seit Steinrei-

ber im Unternehmen die Strippen zieht. „Die Co-

ronakrise hat natürlich auch uns schwer getroffen. 

Aber in meiner Zeit als Spieler und Trainer habe 

ich gelernt, dass man auch Ausfälle kompensieren 

und neue Aufstellungen versuchen muss. Insofern 

befinde ich mich nicht das erste Mal in so einer 

Situation. Mit Teamgeist und Ehrgeiz kann man 

sehr viel erreichen.“ 

Für die Zeit nach Corona hat der Taktikguru bereits 

eine neue Aufstellung im Kopf. „Jetzt haben wir 

die Chance neue Services zu etablieren. Wir müs-

sen die Zeit nun nutzen, um uns an neuen Dienst-

leistungen zu versuchen, damit wir uns durch in-

novative Ideen einen Vorsprung erarbeiten.“ Vor 

allem den viel prophezeiten Digitalisierungsschub, 

der durch die Krise kommen soll, möchte er auch 

im Facility-Management nutzen. Neben Putzrobo-

tern werden die Reinigungskräfte mit Tablets und 

ähnlichen elektronischen Geräten ausgestattet, um 

Gedanken

Mein Lieblingsverein ist_FC Barcelona

In diesem Stadion würde ich selbst 
gerne spielen
_Estadio Santiago 
Bernabéu (Real Madrid)

Meine Rückennummer_10

Meine beste Halbzeitansprache 
lautet
_Habt’s nicht die Hosen voll! (Beim 
Rückstand von 0 : 3 – worauf das Spiel 

gewonnen wurde.)

Neben dem Sport interessiert mich 
auch
_Mode und Kultur.

Der beste Rat, den ich je bekommen 
habe
_Gib nicht auf!

per Knopfdruck Arbeitsaufträge entgegennehmen 

zu können. Gleichzeitig sollen die Mitarbeiter für 

zusätzliche Aufgaben qualifiziert werden. „Auch im 

Facility-Management geht es um Teamwork – so 

wollen wir noch vernetzter arbeiten. Eine Reini-

gungsfachkraft muss nicht nur für die Reinigung 

verantwortlich sein, sondern kann auch überprü-

fen, ob alle Fenster geschlossen sind, ob die Klima-

anlage funktioniert oder ob irgendwo eine Glüh-

birne ausgewechselt werden muss – aktuell ist das 

vielerorts auf verschiedene Personen aufgeteilt“, 

so Steinreiber. „In Zukunft soll eine Person viele 

verschiedene Tätigkeiten übernehmen. Wenn wir 

unser Personal entsprechend schulen, ist das auch 

möglich und schafft einen echten Mehrwert für 

unsere Kunden. Im Fußball würde man sagen, wir 

befinden uns gerade in der Saisonvorbereitung – 

und meist entscheidet sich hier, wie erfolgreich die 

Meisterschaft wird.“_