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Umlandgemeinden bieten oft 
Funktionen, die Kernstädte nicht 
liefern können. Wie etwa Wohnraum 
und Naherholungsangebote.

Alois Aigner

Regionalmanagement Oberösterreich, 
Geschäftsstelle Steyr-Kirchdorf

Wir sind quasi die Kümmerer der Stadtregionen, 
die sich mit dem Aufbau, Erhalt und der 
Weiterentwicklung beschäftigen.

Sandra Schwarz

Regionalmanagement Oberösterreich, Geschäftsstelle Innviertel-Hausruck

weil es auf kommunaler Ebene keinen direkten 

Gewinn erwirtschaftet, gleichzeitig fordern enga-

gierte Bürger neue Konzepte, die dann manchmal 

aber zu wenig genutzt werden“, sagt Schwarz. 

FREQUENZSTEIGERUNG VON STÄDTEN

Die Optimierung der Nahmobilität ist neben 

der Optimierung von Siedlungsstrukturen einer 

der definierten Schwerpunkte der RMOÖ. „Bei 

den Siedlungsstrukturen geht es etwa um Leer-

standsentwicklung und Naherholung“, sagt Aig-

ner. Insgesamt arbeiten in Oberösterreich derzeit 

16 Städte und Stadt- sowie Marktgemeinden im 

Rahmen von Stadt-Umland-Kooperationen zu-

sammen. Bisher wurden 68 Projekte genehmigt. 

Steyr beschäftigt sich derzeit mit der Frequenz-

steigerung Richtung der Zentren. „Wir haben für 

den Stadtplatz einen Markt der Regionen kreiert, 

der einerseits für die Umlandgemeinden einen 

neuen Absatzmarkt darstellt und für die Steyrer 

einen attraktiven Mehrwert bietet“, sagt Bürger-

meister Gerald Hackl. Zusammengearbeitet wird 

aber auch im Bereich Kultur. In Kremsmünster 

wurde das „Kulturzentrum Kino“ umgebaut und 

auf den neuesten technischen Stand gebracht. 

Das Kulturzentrum soll für die gesamte Stadt-

region als zentraler Veranstaltungsort und Begeg-

nungszone positioniert werden. Der Bürgermeis-

ter von Kremsmünster, Gerhard Obernberger: 

„Unsere Stadtregion verfügt über eine herausra-

gende kulturelle Vielfalt, die durch eine verbes-

serte Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden 

und Kulturverantwortlichen noch stärker zum 

Ausdruck kommt. Das schafft Anziehungskraft 

und Lebensqualität in unseren Gemeinden und 

wirkt in der gesamten Region.“ Insgesamt wur-

den in den vergangenen Jahren etwa 1,3 Millio-

nen Euro für gemeindeübergreifende Projekte in-

vestiert, ein Großteil davon aus Fördermitteln des 

Landes Oberösterreich und der EU. Auch in Ried 

im Innkreis und seinen Nachbargemeinden lie-

gen die Schwerpunkte der Stadt-Umland-Koope-

ration auf Radmobilität und Naherholung. „Wir 

haben ein Netz von Hauptradrouten erarbeitet, 

dass sich über die gesammte Stadtregin spannt. 

Das Netzt wird sukzessive ausgebaut und durch 

Lückenschlüsse optimiert“, sagt Albert Ortig, 

Bürgermeister von Ried im Innkreis.

Für Regionalmanager wie Alois Aigner und San-

dra Schwarz wird der Job – genau wie für Bürger-

meister und Gemeindeangestellte – in Zukunft 

wohl nicht leichter. Im Gegenteil. „Die Anfor-

derungen werden nicht weniger, die Ansprüche 

einzelner Projekte wie etwa im Bereich Sicherheit 

werden immer mehr, gleichzeitig steigen auch 

die Anforderungen an die Projekte“, sagt Aigner. 

Auch die immer schnellere Entstehung von neu-

en Freizeitangeboten und Trends müsse bei den 

Stadt-Umland-Kooperationen und Stadtentwick-

lungsprojekten einbezogen werden. Es wird also 

auch in Zukunft viel zu tun geben._