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Name / Markus Mayrhofer-Stelzhammer
Berufung / Unfallchirurg
Alter / 43 Jahre
Geburtsort / Linz
Wahlheimat / Eidenberg
Wenn Markus Mayrhofer-Stelzhammer
als Kind ein Geschenk bekommen hat,
dann war das erste, was er damit machte:
Er zerlegte es. Und versuchte, es wieder
zu reparieren. „Ich glaube, dieses Techni-
ker-Gen hat man einfach in sich – ich war
immer neugierig, wie etwas funktioniert
und wie man es repariert.“ Heute macht
er das immer noch so. Fast alles im Ein-
familienhaus (Markus Mayrhofer-Stelz-
hammer wohnt mit seiner Frau und den
Kindern Maxi, Leni und Karo in Eiden-
berg) hat er selbst gemacht, vom Barbie-
haus für seine Töchter bis hin zum Edel-
stahlpool. Und an seinen Motorrädern
schraubt er sowieso liebend gern herum.
Auch in seinem Beruf wird ständig gesägt,
gebohrt, gefräst. „Meine chirurgische Tä-
tigkeit ist eigentlich eine Mischung aus
Tischlerei und Schlosserei“, erzählt er
schmunzelnd. Hinzu komme aber auch
noch der Mensch. „Und das ist das Schö-
ne daran – ich habe einen handwerkli-
chen Beruf, bei dem der Kontakt zum
Menschen hinzukommt.“ Ein Beruf, der
aber auch einiges abverlangt: Während
seiner Facharztausbildung im UKH Linz
operierte er einmal 17,5 Stunden durch.
Mittlerweile arbeitet er im Krankenhaus
Rohrbach, nebenbei nimmt er sich frei-
beruflich dem hausärztlichen Notdienst
an, „weil das eine gute Abwechslung und
sehr spannend ist“.
Dabei wollte Mayrhofer-Stelzhammer ei-
gentlich Automechaniker werden. Seine
Eltern waren es, die ihn dazu ermutigt
haben, die HTL für Maschinenbau zu
besuchen. Kurz vor der Matura hatte er
einen Motorradunfall. Er lag eine Wo-
che im Krankenhaus. Und da passierte
es. Er wurde auf die Medizin aufmerk-
sam. „Technik war mir zu theoretisch,
da sitzt man vorwiegend am Computer
rum.“ Also studierte er in Innsbruck Me-
dizin. Zuvor arbeitete er aber noch (zur
Überbrückung der Wartezeit auf den Zi-
vildienst) ein Jahr als Installateur. „Das
war das lehrreichste Jahr in meinem Le-
ben.“ Und seither ist ihm auch bewusst:
Alles im Leben hat einen Sinn. Selbst jede
Krankheit.
Ich bin
_ein Allrounder, der die
Abwechslung liebt.
Mein USP_Meine Vielseitigkeit und meine Geduld. Ich bin
gleichzeitig Alles-Selber-Macher zuhause und Chirurg im Spital.
Und: Dass ich auf einem Bauernhof aufgewachsen bin, war
für mich die beste Schule des Lebens. Hier konnte ich mein
handwerkliches Geschick ausleben.
Die Zeit vergesse ich_im OP, in der Werkstatt, beim Sonnenbad
mit meiner Familie.
Meinem jüngeren Selbst würde ich sagen_Vertrau darauf, dass
das Richtige kommt. Und hör auf dein Bauchgefühl, das gibt dir
den Weg vor, der für dich bestimmt ist.
In fünf Jahren_Das Gespenst der Selbstständigkeit schwirrt schon
in meinem Kopf umher. Irgendwie sehe ich mich da in einem Bus,
mit dem ich herumfahre und die Leute vielleicht daheim behandle –
dazu bräuchte ich aber auch ein mobiles Röntgengerät (
lacht).
Schau’n wir mal – das Richtige kommt sowieso, vielleicht mit einer
Eingabe. Die Intuition ist der beste Wegweiser.