72

spezielles Diagnosesystem stellte ein 
Sportmediziner bei Michael Strugl ein 
biologisches Alter von 39 Jahren fest. 
Er lacht. „Ob das nun stimmt oder 
nicht, ich fühle mich jedenfalls gesund 
und auch entsprechend fit. Dazu ge-
hört halt, dass ich zwei bis drei Mal die 
Woche Sport betreibe – vor allem lau-
fen, im Winter auch langlaufen.“ Das 

Thema Sport zählt auch zu seinen Auf-

gaben als Landesrat. Grundsätzlich sei 
er mit dem Sportjahr zufrieden, mehr 
sei aber immer möglich und deshalb 
habe er auch das Budget erhöht. „Ich 
glaube ganz einfach, dass der Sport 
wesentlich mehr ist als eine Freizeit-
beschäftigung – er hat eine wichtige 
gesellschaftliche Funktion“, so Strugl. 
Manchmal sei er ihm gesellschaftspo-
litisch ein bisschen unterbelichtet vor-
gekommen. „Und das will ich ändern!“

Ausdauernd

Zum Sport zählt bekanntlich auch 

der Fußball. Auch dafür hegt Oberös-
terreichs Landesrat eine besondere 
Leidenschaft. Auf die Frage hin, ob 
er zu den Freunden des LASK gehöre, 
schmunzelt er. „Ich zähle natürlich 
zu den Freunden des LASK seit vie-
len Jahren. Aber wenn Sie die Grup-
pe  „Freunde des Lask“ meinen, die 
Geld investiert, dann gehöre ich nicht 
dazu.“ Er habe aber großen Respekt 
vor allen, die privates Geld in die Hand 
nehmen, um dem Verein zu helfen. Er 
selbst hatte eine andere Rolle dabei. 

„Ich habe mich im Hintergrund bemüht, 

solche Menschen zu finden, die dazu 
bereit sind.“ 

Michael Strugl ist aber nicht nur ein 
Fan des Linzer Fußballvereins, er ist 
auch ein Fan der EU. „Ich behaupte, 
Österreich ist einer der Hauptprofi-
teure der EU, insbesondere auch von 
der EU-Erweiterung. Würde man sich 
das wegdenken, wären wir volkswirt-
schaftlich auf einem niedrigeren Ni-
veau.“ Profitieren würde vor allem 

Oberösterreich in wirtschaftlicher 
Hinsicht, weil es ein Exportland erster 
Ordnung ist. „Wir sind ein kleines Land 
mit einer leistungsfähigen Volkswirt-
schaft. Wir können viel mehr an Waren 
produzieren und Dienstleistungen an-
bieten als wir selbst im Land konsu-
mieren. Das heißt, wir brauchen neue 
Märkte im Ausland. Dabei hilft uns die 
EU!“

Dennoch gäbe es einiges, das sich in 
der EU noch verbessern sollte. „Vor 
allem im Bereich der Industriepolitik 
brauchen wir dringend Fortschritte, 
sonst ist Europa als Industriestandort 
massiv gefährdet. Ich komme gerade 
von Herrn Eder von der Voestalpine. Er 
ist verantwortlich für eines jener Un-
ternehmen, die das sofort merken. Und 
wenn wir hier nicht aufpassen, werden 
wir unsere führende Rolle als Produk-
tionsstandort verlieren“, so Strugl. 

Fürsorglich

Um sich für Oberösterreich einzuset-
zen, war der Wirtschaftslandesrat im 

vergangenen Jahr bereits einige Male 
in Brüssel, weil es immer wieder um 
Fragen gehe, die Oberösterreich un-
mittelbar betreffen. Kein Wunder also, 
dass er im ersten Jahr in der Landes-
regierung keine sechs Tage Urlaub im 
Sommer hatte. Zeit für seine Familie 
versucht er sich dennoch immer wie-
der zu nehmen. „Die Zeit am Morgen 
gehört meinem Sohn, weil ich abends 
ja selten zuhause bin. Ich stehe um 
halb sechs auf, wenn ich fertig bin 
wecke ich ihn, frühstücke mit ihm 
gemeinsam und bringe ihn dann in 
die Schule“, erzählt der Politiker. Das 
Frühstück bereitet er übrigens selbst 

zu und ja, manchmal sei es gar nicht 
so einfach, den Kleinen aus dem Bett 
zu bekommen. Da braucht es dann 
schon erzieherisches Geschick. Aber 
das Wichtigste in der Erziehung sei die 
Zuwendung. Vielleicht ist das auch der 
Grund, warum Oberösterreichs Wirt-
schaftslandesrat seinen Regierungs-
sessel so selten gegen einen Liege-
stuhl tauscht. Weil auch ihm diese 
Zuwendung mindestens genau so viel 
gibt wie ein paar Stunden Auszeit._

gedanken. 

MichaeL strUgL

Beim Laufen denke ich an_

alles Mögliche, privat wie beruflich. Laufen 

ist für mich nicht nur ein körperliches Programm, sondern auch ein 
mentales. Das ist die Zeit, wo ich mit meinen Gedanken allein bin, 
darum laufe ich auch immer alleine. 

Verteidiger oder Stürmer?_

Als Politiker muss man beide Qualitäten be-

sitzen, denke ich. Ein universeller Spieler kann auf mehreren Positi-
onen spielen und das muss auch ein Politiker können. Als ich noch 
Fußball gespielt habe, war ich übrigens Tormann. 

Wenn ich nicht in Oberösterreich leben würde, dann_

vielleicht in Kanada. 

Während meines Studiums verbrachte ich eine Zeit lang dort und es 
hat mir sehr gut gefallen. Aber ansonsten ist meines Erachtens Ober-
österreich das schönste Bundesland und Österreich an sich das Land 
mit der höchsten Lebensqualität. 

Wütend macht mich_

Schlamperei.

Mein größtes talent_

ist eine ungewöhnliche Begabung, die in meinem 

Beruf zwar keine große Rolle spielt, von der ich aber als Student gut 
leben konnte: Ich kann ganz gut Karikaturen zeichnen. 

DER StANDORtWEttBEWERB ISt FüR 

UNS INNOVAtIONSGEtRIEBEN! 

michael struGl

WIRtSCHAFtS-LANDESRAt

AutobAhnAbfAhrt SAlzburg nord - bergheim     |     nur 2 minuten zum dorfplAtz bergheim

die perfekte pAuSe bei reiSen in den Süden und WeS

ten

Das neue, stilvolle Kaffeehaus von Salzburgs Meisterbäcker und Konditor direkt am Dorfplatz in Bergheim bei Salzburg. 

Nur 20 Minuten Spaziergang zur berühmten Basilika Maria Plain mit toller Aussicht über die Stadt Salzburg.

Ein Zwischenstopp mit Stil, in gemütlicher Atmosphäre und auf höchstem Niveau.