Ein sensibler Roboterarm für harte Jobs

Viele erhoffen sich von Robotern in Zukunft einen unkomplizierten Alltag oder maximal effiziente Produktion. Andere bangen bei der bloßen Erwähnung des Begriffs um ihren Arbeitsplatz oder sie fürchten gar einen Aufstand intelligenter Maschinen in ferner Zukunft. Keine Sorge. Ich selbst bin dazu geschaffen, Menschen am Arbeitsplatz zu unterstützen. Darf ich mich vorstellen: Ich bin der „LBRiiwa“, der erste in Serie gefertigte sensitive Roboter, geeignet für Mensch-Roboter-Kollaboration von Kuka.

Die Abkürzung steht für Leichtbauroboter und Intelligent Industrial Work Assistant, aber sagen Sie einfach „LBRiiwa“ zu mir. Oder sensitiver Roboter, denn das trifft es auch ziemlich gut. Da wir uns nun kennen, lassen Sie mich erst einmal erzählen, was an mir so besonders ist.

Keine Gefahr für andere Arbeiter

Roboter können gefährlich sein. Und damit meine ich keine Maschinen, welche die Weltherrschaft an sich reißen wollen, wie wir es schon in zahlreichen Hollywood-Filmen gesehen haben. Auch meine Artgenossen, die bisherigen Roboter-Generationen, können bei fehlender Sicherheitstechnik gefährlich sein. Sie schneiden, bewegen und löten zwar höchst effektiv, erkennen aber nicht, wenn sich ein Mensch in ihren Arbeitsraum bewegt. Darum sind in den Produktionshallen Schutzzäune notwendig. Nicht so bei mir. Ich meistere kraftgeregelte Fügevorgänge und Bahnprozesse, bei denen es auch darauf ankommt, die Lage der Objekte durch Feinfühligkeit zu erkennen. Außerdem kann ich mit zerbrechlichen und empfindlichen Objekten umgehen, ohne sie zu beschädigen. Meine eingebaute Sensitivität ermöglicht vielfach den Einsatz einfacherer und kostengünstigerer Werkzeuge. Dank meinem kantenlosen, schlanken Design vermeide ich außerdem jegliche Klemm- und Scherstellen. Damit werden die Risiken beim Arbeiten mit dem Menschen minimiert.

Ich bin also der erste meiner Art, der dafür gebaut wurde, gemeinsam MIT Menschen an einem Produkt zu arbeiten. Ich bin der helfende Arm, der Ihnen in der Produktion immer zur Seite steht. Und ich bin nicht nur ungefährlich. Ich bin auch klug. Sie müssen mir meine Arbeit nur einmal vorzeigen, und ich merke sie mir. Arbeitsabläufe kompliziert einprogrammieren? Das gehört der Vergangenheit an. „Anlernen durch Vormachen, die intuitivste Form der Programmierung ist einfach, schnell und erfordert keine Programmierkenntnisse. Perfekte Bedingungen also, um selbst kleine Losgrößen oder eine große Produktvielfalt wirtschaftlich zu automatisieren“, sagt Gernot Ortmann von Kuka. Die Mensch-Roboter-Kollaboration ist zur Zeit eines der wichtigsten Zukunftsthemen in der Automatisierung, Kuka gehört auf diesem Gebiet zu den Vorreitern.

Gelenkig wie ein Arm

Für mich gibt es zahlreiche Aufsätze, damit ich verschiedenste Aufgaben erledigen kann. Befestigen, montieren, verpacken und kommissionieren, testen und prüfen, palettieren – die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Normale Roboter haben meist sechs Achsen, ich habe sieben. Dank meiner bionischen Kinematik, die dem menschlichem Arm nachempfunden ist, gibt es immer mehr als nur einen Weg zum Ziel. Gerade dann, wenn Montagesituationen schwer erreichbar sind, kann ich meine Achsen in eine vorteilhafte Stellung bringen, ohne dass das Werkstück kompliziert bewegt werden muss. Mit 23,9 Kilogramm Gewicht bin ich allerdings deutlich schwerer als ein menschlicher Arm. Dafür werde ich auch nicht so schnell müde. Vierzehn Kilo Traglast sind kein Problem – von mir aus auch tagelang ohne Pause. So erspare ich mühsame, unergonomische Arbeiten. Ich bin übrigens auch gerne mobil. Mein leichtes Gewicht, meine geringe Standfläche und meine enorme Tragkraft prädestinieren mich für einen mobilen Einsatz. Als Springer auf einem Wagen montiert, kann ich bedarfsabhängig an immer wieder wechselnden Orten arbeiten, in Kollaboration mit dem Menschen oder allein.

Derzeit bin ich nur in Produktionshallen (oder bei Kuka in der Gruberstraße in Linz) anzutreffen. Aber wer weiß, ob sich das in Zukunft nicht ändert, denn der demografische Wandel schreitet voran. Womöglich helfe ich irgendwann in Krankenhäusern oder Altersheimen aus. Vielleicht wird sich eines Tages eine weiter optimierte Variante von mir sogar persönlich um Sie kümmern, in Ihren eigenen vier Wänden …_

Steckbrief LBR-IIWA

Gewicht _23,9 kg

Alter _3 Jahre

Traglast _bis zu 14 kg

Geboren _in Augsburg

Natürlicher Lebensraum _Produktionshallen aller Art

"Anlernen durch Vormachen, die intuitivste Form der Programmierung ist einfach, schnell und erfordert keine Programmierkenntnisse."

Gernot OrtmannMarketing Manager, Kuka Roboter CEE

#Ähnliche Artikel

Roboter ante portas

Vor den Toren von Linz hat die Österreichtochter des Roboterbauers Kuka ihre neue Niederlassung bezogen. Das Gebäude bietet mehr Platz, mehr Möglichkeiten und mehr Wohlfühlfaktor, ist CEO Erich Schober überzeugt. Und genau das brauche man, um Mitarbeiter und Kunden zu begeistern.

Mi casa, su casa

Der Automower von Husqvarna ist kein gewöhnlicher Rasenmäher. Er ist ein Rasenroboter – mit dem Mindset eines Geheimagenten. Welche Mission er erfüllt und weshalb er dabei undercover agiert, erzählt er hier. Der Tagebucheintrag eines Roboters …

Ich bin ein verborgenes Multitalent

Hallo. Hörst du mich? Normalerweise bin ich ein eher ruhiger Zeitgenosse. Sehen kann man mich in den meisten Fällen auch nicht. Aber heute melde ich mich zu Wort: Ich bin Schaumstoff – genauer gesagt Polyurethan-Schaumstoff. Und wenn man beginnt, mich bewusst wahrzunehmen, dann findet man mich (fast) überall.

Ich spiele eine tragende Rolle in Ihrem Leben …

Immerhin verbringen wir Tag für Tag jede Menge Zeit miteinander. Ich gebe Ihnen Halt, wenn Sie Ihre Ellbogen auf mir abstützen, damit Sie Ihre To-Do-Liste auf mir abarbeiten können, mache Platz für Ihre erste, zweite oder auch dritte Kaffeetasse, verhalte mich ruhig, wenn Sie telefonieren, denken oder kommunizieren und nehme es Ihnen nicht mal übel, wenn Sie hin und wieder mit der Faust auf mich schlagen. Ich bin’s, Ihr Schreibtisch. Und ich finde, es ist an der Zeit, dass wir uns mal unterhalten.

Alles in Ordnung?

Das Assistenz- und Alarmierungssystem TONI von Siblik Elektrik soll älteren oder beeinträchtigten Menschen helfen, ihre persönliche Freiheit zu behalten – und informiert Familien und Fachkräfte im Notfall. Wie funktioniert das? Das lassen wir TONI am besten selbst erzählen …

Singin’ in the rain

Mit dem Regenschirm ist es ein bisschen wie mit dem Mut: Wenn man ihn am dringendsten braucht, fehlt er einem oft. Warum einem das mit Schirmen der [Doppler Manufaktur](https://www.doppler-manufaktur.com/) kaum passiert? Das erzählen drei der Einzelstücke selbst.

Eine (Herz-)erwärmende Familie ...

… und was für eine! Die Pelmondo-Geschwister können innerhalb kürzester Zeit ein wahres Feuer entfachen und eine einfache Umgebung in ein stimmungsvolles Ambiente verwandeln. Wie sie bei ihrer Arbeit vorgehen und welche Orte sie am liebsten prägen, erzählen sie am besten selbst.

Was fehlt uns denn?

Am Anfang ist es vielleicht nur ein Kopfschmerz. Oder Gedanken, die so wild im Kopf herumwirbeln, dass wir nicht schlafen können. Oder eine Müdigkeit, die schon am Vormittag angeschlichen kommt. Oder es ist nichts. Nichts, das wir bemerken, jedenfalls noch nicht. Beim Besuch in der neuen Biogena Plaza in der Wiener Operngasse erfahren wir, wie wir erkennen, was unserem Körper fehlt, und was wir brauchen, um uns zu wappnen: gegen Erschöpfung und gegen Krankheiten, die sich vorbeugen lassen. Denn der beste Zeitpunkt, uns um unsere Gesundheit zu kümmern, ist: jetzt.

Wie wir in (die) Zukunft führen

„Gute Führungskräfte zeichnen sich in schwierigen Situationen aus“, sagt Barbara Stöttinger, Dekanin der WU Executive Academy. Schönwetter-Kapitän:innen gebe es genug, wer jetzt und in Zukunft durch herausfordernde Zeiten führen möchte, brauche vor allem drei Dinge: Resilienz, Zuversicht und Humor. Wie das gelingt? 5 Tipps für moderne Führungskräfte.

Digitale Transformation. Aber anders.

München, 1994. Mit der Gründung der mgm technology partners schafft CEO Hamarz Mehmanesh das Fundament für die heute international tätige Unternehmensgruppe aus Technologie- und Beratungsexpert:innen. In den vergangenen 28 Jahren hat sich vieles getan: Inzwischen beschäftigt mgm über 900 Mitarbeitende an 19 (inter-)nationalen Standorten. Und obwohl man den Kinderschuhen längst entwachsen ist, spricht Thomas Brugger, Geschäftsführer der mgm consulting partners austria mit Sitz in Salzburg, gerade im ausklingenden Jahr von Aufbruchstimmung.

„Flexibilität und sinnhafte Tätigkeiten rücken in den Vordergrund“

Wer am Arbeitnehmermarkt um die Gunst von Fachkräften buhlt, weiß idealerweise im Wettbewerb der Benefits zu überzeugen. Das international tätige Unternehmen KPMG legt seinen Fokus darauf nicht erst, seit der Arbeitskräftemangel akut ist. Und schaffte es so, heuer den 500. Mitarbeiter in Linz einzustellen.

„Vielfalt ist immer eine Bereicherung“

Bei IBM iX ist so einiges vielfältig: von den Standorten über die Kundschaft bis hin zu den Mitarbeitenden. Für Markus Dietrich, Geschäftsführer für Düsseldorf, Österreich und Kroatien, ist ganz klar: Diversität wird immer mehr zum Differenzierungsmerkmal von Unternehmen und trägt maßgeblich zu deren Erfolg bei. Was sein Unternehmen tut, um am Puls der Zeit zu bleiben, und warum Diversität und Inklusion dabei eine zentrale Rolle spielen, erzählt er im Gespräch.

Innovationstreiber Schutzrechte

Seit mehr als 40 Jahren beschäftigt sich ABP Patent Network mit Sitz in Windischgarsten mit Patent- und Markenrecherchen sowie Gebührenzahlungen für die Aufrechterhaltung von Schutzrechten. USP ist die Spezialsoftware uptoIP, eine intelligente Plattform zur Verwaltung, Weiterentwicklung und Monitoring von Wettbewerbern. Die zielgerichtete Suche nach technologieähnlichen Schutzrechten kann zum Innovationstreiber für Unternehmen werden.

Kann bitte mal jemand die Welt anhalten?

Nur für einen Atemzug. Für einen Moment lang keine Krisen, kein Druck, keine Ängste und Sorgen, kein Alltagsstress. Selbst Menschen, die ihre Lebensprobleme stets gut bewältigen konnten, spüren sie jetzt: die große Erschöpfung. Bestsellerautor Andreas Salcher zeigt im gleichnamigen Buch auf, warum diese Erschöpfung nicht sein muss. Denn die Welt lässt sich tatsächlich anhalten. Allerdings: nur von uns selbst.

„Wir brauchen geistige und körperliche Mobilität“

Nur drei Stunden Schlaf. Ein Ziehen im Nacken, Kopfschmerzen und dann ist da noch dieser Druck auf den Schultern. Aber wer hat in so herausfordernden Zeiten schon Zeit, einen Termin für eine Vorsorgeuntersuchung auszumachen? Ein fataler Fehler, wie Mediziner Josef Macher, Geschäftsführer der Klinik Diakonissen in Linz, warnt. Im Podcastinterview erzählt er, wie wir mit einfachen Mitteln tagtäglich trotz vollem Terminkalender Krankheiten vorbeugen können.

Wer die besten Köpfe sucht …

… findet diese nicht immer auf Anhieb. Oder anders formuliert: Der Fachkräftemangel zählt zu den größten Gefahren am österreichischen Arbeitsmarkt. Über eine historische Herausforderung für die heimische Wirtschaft.