Energiewende

Energiewende im Fokus

Das Land Oberösterreich setzt durch Förderungen von E-Mobilität und Photovoltaikanlagen Impulse in Richtung Nachhaltigkeit.

In den letzten Jahren hat Oberösterreich verstärkt einen Umstieg zu nachhaltigen Energieträgern verfolgt. So konnten beispielsweise durch die Kampagne „AdieuÖl“ bereits mehr als 3.000 alte, fossile Heizungen auf erneuerbare eingetauscht werden, wovon 60 Prozent auf Biomassenheizungen, 35 Prozent auf Wärmepumpen und fünf Prozent auf Fernwärme zurückzuführen sind. „Oberösterreich hat in den vergangenen Jahren bereits große Fortschritte beim Umstieg auf erneuerbare Energien gemacht, mehr als 60 Prozent der Raumwärme kommt bereits aus erneuerbaren Energieträgern und Fernwärme“, sagt Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner. Trotzdem gäbe es noch über 100.000 Öl-Zentralheizungen in Oberösterreich.

In den kommenden Jahren steht der Ausbau von Photovoltaik-Anlagen und E-Automobilität im Fokus. 2019 wurden 27 Prozent aller österreichischen Photovoltaik Anlagen in Oberösterreich produziert und gemeinsam mit Vorarlberg fanden die meisten Neuregistrierungen von E-Autos bundesweit statt. Achleitner betont, dass „Wirtschaft und Klimaschutz kein Gegensatz sind, sondern die Umsetzung der Energiewende für beide Vorteile bringt. Auch wir sehen den Klima- und Umweltschutz nicht nur mit einem Auge, sondern wir wollen die Energiewende ganz bewusst sowohl wirtschaftlich als auch sozial verträglich gestalten“. Beispielsweise sollen Photovoltaikanlagen auf den Dächern Oberösterreichs anstatt auf Freiflächen installiert werden. Laut Achleitner soll „die PV-Nutzung auf Oberösterreichs Dächern schlicht zum Standard werden.“

Um einen Anreiz zum Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu schaffen möchte man die Lade-Infrastruktur ausweiten. Ende 2019 begann das Sonderförderungsprogramm „Errichtung von Schnell- und Ultraschnellladeinseln für E-Fahrzeuge in oberösterreichischen Gemeinden zur Stärkung des ländlichen Raums“ . Außerdem sollen auch Privathaushalte und mehrgeschossige Wohnbauten bei Ankäufen von E-Ladestationen gefördert werden, um den Umstieg zu E-Mobilität voranzutreiben.

Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner